eine Zinkweiße, etwas ins Gelbliche oder Röthliche fallende Farbe, und einen etwas schwachem Glanz auszeichnen, da-für erkennen. Besonders häufig aber zeigen sich die Rostflecke, so daß man sie nach Chladni allerdings für dieseSteine (aber eben so für die Steine von Eichstädt, Charsonville, Barbotan u. e. a.) als charakteristischansehen kann, indem sie beynahe die Hälfte der Steinmasse ausmachen, und derselben ein ganz eigenthümliches mar-morirtes Ansehen geben. Sie sind übrigens hier sehr klein, zart, matt, erdig, und von besonders dunkler gelblich-brau-ner Farbe.
Don Oxyd oder ähnlichen Partikelchen zeigt sich keine deutliche Spur; eben so wenig von Adern und Gängen odereiner andern Veränderung der Steinmasse.
Charsonville.
C-^tn großes, l Pfund schweres Stück von einem der am 2!;. November 1810 in der Gegend von Charsonville beyO r l e a n s (Departement duLoiret) in Frankreich niedergefallenen Steine, welches während meiner Anwesenheitin Paris (1815) auf mein Ansuchen und mit Genehmigung der königlichen Administration des Museums der Natur-geschichte, von einem daselbst aufbewahrten Bruchstücke (i), von ii Pfund am Gewichte, abgeschnitten, und mir,nebst mehreren andern, für die kaiserliche Sammlung gefälligst mitgetheilt wurde (2).
Es ist dasselbe, auf der zum Theil mit Rinde bedeckten, zum Theil verbrochenen, gewölbten Außenseite liegend, vonder durch den Schnitt erhaltenen, ganz ebenen, aber noch unpolierten Fläche dargestellt, die das Innere der Steinmasteauf einer Ausdehnung von ungefähr 4 Quadrat-Zoll, und, wo am dicksten, in einer Tiefe von beynahe 1 i Zoll vonder äußern Oberfläche des Steines, zur Ansicht bringt.
Der Cohäsions - Zustand der Masse ist schr fest und dicht, so daß sie sich hierin den compactesten und härtestenMeteor-Steinen (jenen von Ensisheim , Erxleben, Chantonnay) nähert, indeß sie doch nur etwas schwerFunken gibt. Der Aggregats-Zustand ist ebenfalls sehr fest und innig, und dabey auch sehr gleichförmig — da derolivinartige Gemengtheil äußerst wenig, nur höchst unvollkommen und schwach ausgeschieden, und von der Grundmassein'allen Beziehungen nur wenig abweichend, und selbst sehr gleichförmig erscheint — und dicht sandsteinartig, von äu-ßerst feinem, sehr glelchsörinigri, Korne.
Die Grundmasse, welche hier besonders stark vorwaltet, und abgesehen von den eingemengten Metalltheilchcn, undohne Loupe betrachtet, bis auf wenige Massen, in welchen sich der andere Gemengtheil etwas deutlicher ausspricht, bey-nahe die ganze Steinmasse zu constituiren scheint, indem sie größten Theils allmählich und sehr unmerklich in jenenübergeht — hat ein ganz mattes, erdiges, aber, selbst auf rohen Bruchstellen, eben kein sehr rauhes noch mageresAnsehen, und eine aschgraue, nur wenig ins Bläuliche ziehende Farbe.
Der olivinartige Gemengtheil erscheint darin nur sehr schwach und undeutlich ausgespröchen, in sehr sparsamen,einzelnen, zerstreuten, sehr und äußerst kleinen, oft kaum merklich ausgeschiedenen, oder doch nur schr schwach begranz-ten, meistens rundlichen oder ovalen, doch auch stumpfeckigen Körnern, von mattem, erdigen Ansehen, und licht asch-grauer, gelblicher, bläulicher, nur selten bräunlicher Farbe. Die meisten dieser Massen unterscheiden sich bloß durch et-was größere Dichtheit, Feinheit im Korne, und durch ihren Umriß von der Grundmasse, und gleichen zum Theil voll-kommen jenen, welche in dem zuvor beschriebenen Steine von T i m 0 ch i n in ziemlicher Menge, einzeln aber in den mei-
(1) In dem, dein Werke Chladni's angeschlossenen Verzeichnisse der Meteor-Massen der kaiserl. Sammlung, ist aus Versehen
dieses Bruchstück als ein ganzer Stein angegeben worden. Aus Bigot de Morogues verläßlichen Nachrichten über die-sen Steinfall ergibt sich aber, daß dasselbe selbst nur ein Bruchstück, und zwar von dem einen größer» der niedergefallenenund aufgefundenen Steine war, dessen Gewicht bey 40 Pfund betrug, welches D. P e ll i eux zu Baugenci an den damah-ligen Minister des Innern (Grafen Montalivct) einsendete, von welchem dasselbe an das königl. Museum abgegebenwurde. ,! •
(2) Obgleich dieser Steinfall hinsichtlich der Zahl der gefallenen Steine nicht sehr beträchtlich war, indem deren nur drey im Fallebeobachtet, und davon selbst nur zwey aufgefunden wurden; so gehört er doch der Masse nach zu den bedeutenderen, da dereine der aufgefundenen Steine bey 40, der andere 20 Pfund wog. Indessen ist mir außer obigem getheilten Bruchstücke nurnoch eines in De Dröe's, und ein zweytes in Chladni's Besitze bekannt-
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