m
m
f}Sis
60
sten Meteor - Steinen, und zwar gemeinschaftlich mit andern vorkommen, die in verschiedenen und weit hohem Gradenvon Ausbildung und Ausscheidung sich befinden. Nur sehr wenige davon zeigen sich an den rohen Bruchstellen als voll-kommen ausgeschieden oder abgesondert von der Grundmasse, in Kugel- oder Körnerform, mit vorragender convexerOberfläche; die meisten sind mit der Grundmasse zugleich gebrochen, und zeigen nur einen dichtern, ebenem Bruch (i).
Die Gediegeneisentheilchen werden durch ihre Menge und zum Theil durch ihre Beschaffenheit charakteristisch für dieseSteine. Sie erscheinen nähmlich äußerst häufig — so daß ihre Masse zusammen genommen, nach einer oberflächli-chen Abschätzung, gut den vierten Theil des Ganzen betragen möchte (2) — höchst unregelmäßig zwar, aber dochziemlich gleichförmig, und im Ganzen sehr dicht eingestreut, und auf dieser geschnittenen Fläche als etwas erhabene,äußerst zarte Puncte von licht eisengrauer Farbe und etwas mattem metallischen Glänze, die hin und wieder zusam-men gehäuft und gewisser Maßen zusammen geflossen, mehr oder weniger Adern gleichende, nur festen und wenig zu-sammen hängende, gezackte, gekörnte und gleichsam geträufte, kleine Flecke oder Massen bilden, welche sich mit einemstählernen Instrumente sehr leicht breit und platt drücken und ritzen lassen, und dann (wie an den rohen Bruchstellen)einen höhern metallischen Glanz und eine stark ins Silberweiße fallende Farbe zeigen.
Von Kiestheilchen findet sich dagegen nur wenig Spur in äußerst zarten Puncten, von etwas stärker« metallischemGlänze, und einer aus dem Weißen ins Messinggelbe ziehender Farbe, und noch weniger von Oxyden oder ähnlichenPartikelchen; um so häufiger erscheinen aber die Rostflecke, die durch ihre Menge sowohl — da sie der ganzen Oberflächeein zart marmorirtes Ansehen geben — als durch ihre Zartheit und Farbe — indem sie meistens als einzelne, äußerstfeine Puncte, die nur stellenweise in Flecke zusammengeflossen sind, und von einer eigenen graulich-gelblichen Farbeerscheinen — ebenfalls als charakteristisch für diese Steine angesehen werden könnten, in so ferne sie nicht späterhin undzufällig entstanden sind (3).
Das Merkwürdigste an diesem Steine, und weßhalb auch dessen bildliche Darstellung versucht wurde, sind dieAdern und Gänge von einer, scheinbar, fremdartigen Substanz, welche auf dessen Oberfläche erscheinen und die Stein-masse durchziehen, von welchen bereits oben in der Einleitung zur Erklärung dieser Tafel im Allgemeinen gesprochenwurde, und die bey diesen Steinen, zwar gerade nicht am häufigsten (denn ungleich häufiger zeigen sie sich bey jenen vonAgen und Lissa), aber durch Stärke und Ausdehnung am ausgezeichnetsten vorkommen.
Es zeigen sich auf der geschnittenen Fläche dieses Stückes zwey solche Adern (4). Die eine davon geht von einem
(1) Wenn das quantitative Verhältniß der nächsten Bestandtheile von mehr-»-» Mereor-- steinen mit Verläßlichkeit angegebenwäre; so ließe sich vielleicht — wie bereits oben erwähnt worden ist — mit einiger Gewißheit nachweisen, daß in demselbenund nicht in bloßen Zustandsveränderungen der Steinmasse, der nächste Grund der eben so auffallenden als mannigfaltigenAbweichungen in der Menge, Beschaffenheit und in der Art der Ausscheidung und Absonderung dieses Gemengtheiles liege, wiedieß zum Theil aus den vorhandenen Analysen hervor zu gehen scheint. Von den meisten Meteor-Steinen nähmlich, in wel-chen dieser Gemengtheil nur schwach und unvollkommen ausgesprochen ist (wie z. B. in jenen von Stannern, Parma , Char-sonville, Doroninsk, L'Aigle , Ensisheim ), weisen jene einen verhältnißmäßig geringern Gehalt an Talkerde (nähmlich zwi-schen 2 und »3 Percent), und dabey einen nicht ganz unbedeutenden Gehalt an Thon- und Kalkerde (von ersterer 3 bis 9,von letzterer 4 bis 12 Percent) aus; von jenen dagegen, wo derselbe häufiger, deutlich ausgesprochen, oder in einem besondershohen Grade von Ausbildung, oder vollends vorwaltend erscheint (wie in jenen von Eichstädt, Tabor, Benares , Eggenfeld ,Erxleben, Chassigny), einen weit großem Gehalt an Talkerde (17 bis 21; 28 ; 26 bis 32 Percent), aber keine Spur, oderdoch nur äußerst wenig (»Z und tz Percent von jenen von Erxleben), an Thon- und Kalkerde. Die Steine von Timochinhielten in beyden Beziehungen gerade das Mittel. (Klaproth gibt deren Gehalt an Talkerde auf ,4$, von Thon auf »,und von Kalkerde auf Z Percent an.)
(2) Bigot de Morogues schätzt den Gehalt auf 3 i Percent. Vauquelin gibt den Gehalt des von ihm analysirten Stü-ckes im Ganzen mit 25,8 als regulinisch an (»ach Calcül, denn er hatte nach seinem Verfahren alles Eisen daraus als Oxydim maximum, also etwa 36 Percent erhalten). Es ergibt sich hieraus, daß der Total-Gehalt dieser Steine an Eisen ebennicht größer ist, als bey den meisten Meteor-Steinen, und daß, da sich dieser Gehalt, dem äußern Ansehen nach, schon indem mechanisch eingemengten Gediegeneisen ausspricht, in diesen Steinen wenig oder gar nichts oxydirt, vererzt oder sonst ver--larvt enthalten seyn könne. Der starke Gehalt an Gediegeneisen bewährt sich übrigens nicht nur durch das specifische Gewicht(das — im Durchschnitt und mit Hinsicht auf Adern und Rinde — zwischen 3,6 und 3,7 fällt), sondern auch durch sehr starkeWirkung der Steinmasse auf den Magnet.
( 3 ) Es ist bemerkenswerth, daß die Rostflecke an diesem Stücke in einem Zeitraume von fünf Jähren, während welchem dasselbe
der Luft, dem Lichte und selbst häufiger Betastung ausgesetzt war, sich gar nicht merklich vergrößert, vermehrt, noch in irgenheiner Beziehung verändert haben.
(4) Bigot de Morogues, welcher Gelegenheit hatte, Bruchstücke von beyden aufgefundenen Steinen zu untersuchen, bemerkt«in dem einen z>var viele, aber äußerst zarte, dem freyen Auge kaizm sichtbare Adern, in dem andern mehrere, aber durchaus
;£i-
m -