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Beyträge zur Geschichte und Kenntniss meteorischer Stein- und Metall-Massen und der Erscheinungen, welche deren Niederfallen zu begleiten pflegen.
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Wird nun die Aeiznng solcher Flachen noch längere Zeit B. bis auf eine Tiefe von ^ Linie) fortgesetzt; sosprechen sich die erhabenen und vertieften Stellen gegenseitig noch immer mehr aus, und es verändert sich zum Theil

stände gestattete/ zum Behufe dieser Ausarbeitung noch vorzunehmen die Güte hatte. Es zeigte sich nach denselben an dieserMasse weder im Schliffe, noch beym Anlaufen, noch durch Aetzung, auch nur die entfernteste Spur eines Gefüges.

Blank polierte Flachen zeigten denselben metallisch spiegelnden Glanz, dieselbe, das Meteor-Eisen auszeichnende, lichtstahlgraue, stark ins Silberweiße fallende Farbe, einen hohen Grad von Dichtheit und eine Gleichförmigkeit in dieser, die selbstnicht im Geringsten durch eine heterogene, eingesprengt oder in Rissen enthaltene Substanz unterbrochen erschien, und die sichauch im Schnitte bewahrte, bey welchem jene häufigen, harten, spröden, die Säge verwüstenden Stellen nicht beobachtetwurden.

Salpetersäure brachte auf solchen Flachen, und zwar ohne merkliche Entwickelung von Schwefelwasserstoffgas, nur einigegrößere und kleinere, meistens geflammte und allmählich sich verlaufende, selten etwas scharfer bcgränzte, eisen- oder mehroder weniger schwarzgraue, matte Flecke zum Vorschein, welche auf eine Ungleichartigkeit der Substanz und auf eine unvoll-kommene Ausscheidung des einen Antheiles schließen ließen. Unter der Feile und Sage zeigte sich die Masse im Ganzen voll-kommen und ziemlich gleichförmig geschmeidig, wie gewöhnliches, sehr dichtes und weiches Eisen, aber nicht so weich wie dieStreifen-Substanz deS Gefüges der beschriebenen Gediegeneisen-Maffen. Jene bemerkte Ungleichartigkeit der Substanz sprachlich aber bey Untersuchung einzelner Stücke für sich, die, so viel als bey der unvollkommenen Absonderung jener möglich war,durch mechanische Trennung erhalten wurden, sehr auffallend aus. Möglichst reine Stücke des glänzenden, lichter» Antheileszeigten einen sehr dichten, glänzenden, weißen Bruch und einen hohen Grad von Geschmeidigkeit, so daß sich ein etwa 45Gran wiegendes Stückchen sehr gut zu einem beynahe 3 Zoll langen Stäbchen heiß strecken ließ; Stücke vom grauen Antheiledagegen zeigten einen feinkörnigen, matten, schwarzgrauen, sehr schnell bräunlich sich beschlagenden Bruch, und gaben im Fei-len einen zwar metallischen, aber grauen Strich, und nur sehr wenige Spähne, sondern größten Theils ein schwarzes Pul-ver. Einzelne Stückchen davon hielten in der Rothhitze nur einige schwache Hammerschlage aus, und ließen sich damit etwasweniges zusammen drücken, zerbröckelten aber beym dritten, vierten Schlage; andere zersprangen selbst beym ersten Schlageschon. Beyde Antheile ließen sich durchaus nicht harten, ersterer schien sich aber so viel ein Versuch im Kleinen lehren konn-te. leicht schweißen zu lassen. Beyde zeigten starke Wirkung auf den Magnet, aber schwache Polarität, nahmen diese aberdurch Streichen bald mehr an, und der erstere erhielt dadurch eine beträchtliche magnetische Kraft.

Das specifische Gewicht der Masse im Ganzen fand Herr v. Wid mannstätten = 7,318 (also beträchtlich unter jenemder übrigen von mir darauf untersuchten Gediegeneisen-Massen, bey welchen ich dasselbe, wie ich schon in einer frühern Notebemerkte, zwischen 7,600 und 7,880 fand ; nähmlich: von der Elbogner = 7,8007, 83 o ; der Agramer = 7,780 bis7,8005 bcv Ctnavtoev = 7,7^0 7,800; der Mexikaner = 7, 600 7,670; der Peruaner = 7,6007,65o; undselbst noch unter jenem des sibirischen =^7,5407,570; aber yoyer »w jrnrs v» M-t-or-Skemen eingemcngten Gedie-geneisen -Körner = 6,000 6,600; dagegen dem angenommenen Mittelgewichte des Roheisens = 7, 200 7,500 am nach.sten kommend); jenes des weißen Antheiles für sich, nach dem verschiedenen Grade der Reinheit der Stücke, zwischen 7,688bis 7,877 (also zum Theil weit über dem angenommenen Mittelgewichte des gewöhnlichen, weichen und geschmeidigen Eisens= 7,700); jenes des grauen dagegen zwischen 6, 655 und 6,926 (demnach weit unter jenem des Roheisens), von welchenbeyden nun das arithmetische Mittel eine der obigen ganz ähnliche Zahl gibt, und in welchen der Grund der Differenzen desBefundes Anderer zu suchen ist (so gab v. Dunkelmann daS specifische Gewicht dieser Masse mit 7,708; Van Maruinmit 7, 654 an , indeß ich es einst = 7, 260 gefunden hatte).

Unter einem ward die uns nicht minder zweifelhafte Peruanische Eisen-Masse nochmahls geprüft, so weit es die Kleinheitdes zu Gebothe stehenden Stückes erlaubte. Auch diese zeigte keine Spur von jenem eigentlichen Gefüge; unter der Loupoerschienen aber doch auf der stark geätzten, kleinnarbigen Oberfläche viele, äußerst zarte, mikroscopisch feine, erhabene Linien,die nach mehreren, offenbar vorherrschend aber nach drey, zumahl zwey, Richtungen meist gerade, nur selten etwas gebogen,und stets parallel verlaufend, sich durchkreuzen, und hie und da ein sehr enges Netz bilden, ganz ähnlich jenem auf der geätz-ten Oberfläche des großen Metall-Kornes in dem oben beschriebenen und auf der siebenten Tafel abgebildeten Meteor-Steinevon Sales, und, stellenweise, jenem auf der geätzten Fläche des Mexikaner Eisens. Eine polierte Fläche zeigte eine besondersstark ins Weiße fallende, die geätzte aber eine beynahe zinnweiße Farbe. Unter der Feile gab sich die Masse merklich härterals die Cap'sche zu erkennen. Das specifische Gewicht fand Herr v. W i d m a n n st ä t t e n = 7,646.

So sehr nun auch diese Resultate in vielen Beziehungen von jenen abweichen, welche sich bey ähnlicher Untersuchung derübrigen, oben beschriebenen, derben Gediegeneisen-Massen ergaben, und die Zweifel über den präsumtiven meteorischen Ur-sprung dieser beyden vermehren (so daß selbst Herr v. W id m a n n st ätten mehr geneigt wäre, zumahl die Cap'sche, für dasProduct eines künstlichen Schmelz- und unvollkommenen, unvollendeten Verfrischungs-Prozesses anzusehen, welche Muthma-ßung durch v. Dankelm ann's Nachrichten von der geognostischen Beschaffenheit jener Gegend, wo diese Masse ursprünglichgefunden worden war, und wo Eisenerze aller Art und in großer Menge zu Tage stehen welche vielleicht einst von den Be-wohnern zu Gute gemacht wurden auch von dieser Seite einige Wahrscheinlichkeit erhält); so finde ich doch darin keinenBestimmungsgrund, meine sowohl in einer frühern Note über das Eigenthümliche und Charakteristische des Gefüges am Me-teor-Eisen, als in dieser über den verschiedenen Grad von Vollkommenheit desselben und den, diesem wahrscheinlich zumGrunde liegenden Ursachen, ausgesprochenen Ideen und Muthmaßungen abzuändern, auch selbst dann nicht, wenn auch jeneZweifel (gegen welche die ausgezeichnete Farbe, die offenbare und ganz eigenthümliche Mengung, und das beträchtliche spe-cifische Gewicht der Masse, im Ganzen sowohl als insbesondere des einen Antheiles, vorzüglich aber der erwiesene, selbst quan-titativ entsprechende Gehalt an Nickel in Berücksichtigung kommen) für nicht hinlänglich begründet erachtet werden sollten; imGegentheile dürfte ich darin vielmehr in jedem Falle einige Bekräftigung für dieselben zu finden glauben.