Band 
Erster Theil.
Seite
VII
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gens oft sehr gut mit Seichtigkeit und wahrer Gei«stesarmuth verträgt, in dem Vortrage der Anfangs-gründe der Mathematik bisher mehr schädlich, alsnützlich gewesen ist. Es ist oft ganz unnöthig, daßder Lehrer dem Anfänger seinen Gegenstand so ur-gründlich und aus den ersten Quellen mittheile, daßer oft vor lauter Begründungen der Sache nichtzur Sache selbst kommen kann: aber das ist nöthig,daß der Lehrer selbst seinen Gegenstand völlig durch-drungen habe, daß er seinem Schüler nichts Halb-verstandcnes mittheile, daß er ihm den Zusammen-hang der Kenntnisse zeige und zur Uebersicht deZGanzen helfe, und vor allem, daß er ihn so frühals möglich zum Selbstsuchen, zum Selbstdenkenleite, und ihn daher, ohne ihn zum Vielwisser ma-chen zu wollen, bey Zeiten einen gewählten Vor-rath von Materialien und den Anwendun-gen derselben mittheile, da ohne diesen alles Selbst-denken unfruchtbar, und ohne jenen beynahe unmög-lich ist.

Diese Anwendungen, die doch so oft gänzlichÜbergängen, oder am Ende des Vortrages als einebloße/Nebensache beygefügt werden, diese sind esvorzüglich, welche die Wissenschaft aus der engenSphäre der Schule in die des Lebens hinüberfüh-ren; welche durch eine Art von reflectirten, aufdie vorhergehenden theoretischen Lehren zurückge-worfenen Lichte, diese letzteren erstvollkommen deut-