Band 
Erster Theil.
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man gewöhnlich nur eine gegebene Frage durch d:eIdiome dieser Sprache ausdrücken darf, um sofortnicht nur die gesuchte Antwort, sondern oft nocheine große Anzahl von anderen nicht minder inte-ressanten Wahrheiten, die der Fragende meistensselbst nicht ahndete, aus dem bloßen Ausdrucke derFrage selbst hervorgehen zu sehen, so daß dieseSprache schon ihrer selbst wegen, als eine der schön-sten Erfindungen des menschlichen Geistes, das höch-ste Interesse gewährt, wenn sie auch nicht das ein-zige Mittel wäre, durch sie die Königinn der Wis-senschaften, die Astronomie, selbst näher kennen zulernen.

Es ist aber ein zweyter, nicht minder schädli-cher Mangel unserer sogenannten gelehrten Bildung,daß der Unterreicht in dieser Sprache gewöhnlichmehr für die Schule, als für das Leben eingerichtetist. Die eigene Schwerfälligkeit, mit welcher die so-genannte theoretische Mathematik noch an so vielenDrtcn gelehrt wird, ist die vorzüglichste Ursache,warum sie unter uns noch so wenig Eingang undFreunde gefunden hat, und warum dieser, so wiemancher andere Theil des Unterrichtes bey der Ju-gend so oft nur ins Laub treibt, ohne nützliche Früchtezu tragen. Weit entfernt, jener oberflächlichen, inallen Dingen zu verwerfenden Seichtigkcit das Wortzu reden, darf man doch behaupten, daß jene mei-stens bloß vermeinte Gründlichkeit, die sich übri-