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geht, heißt der Meridian dieses Ortes. Der Meridiansteht also auf den Aequator und zugleich auf den Horizontsenkrecht. Der Durchschnittspunkt des Meridians mit dem Ho-rizonte auf der Seite des Nordpols heißt Nord, und derentgegengesetzte Süd, und der Punkt des Horizontes, wel-cher zwischen jenen beyden in der Mitte liegt, oder derDurchschnittspunkt des Aequators mit dem Horizonte aufder Seite, wo die Gestirne aufgehen, heißt Ost, und derentgegengesetzte West. Die gerade Linie im Horizonte end-lich, welche den Südpunkt mit dem Nordpunkte verbindet,heißt Mittagslinic.
Diese und die bald folgenden Benennungen müssengut behalten werden, weil sie zur astronomischen Sprachegehören, und die künftigen Betrachtungen sehr abkürzen.Wie werden weiter unten Gelegenheit haben, sie zur grö-ßern Deutlichkeit bildlich darzustellen. Uebrigens kann mandieselben Punkte und Kreise, welche wir bisher am Himmelbetrachtet haben, auch auf der Oberfläche der Erde ziehen.Die Punkte nähmlich, in welcher die Weltachse, derAegua-tor und die Meridiane die Oberfläche der Erde treffen, be-zeichnen auch hier die Pole, den Aeguator und die Meri-diane der Erde.
Zweytes Capitel.
Eigene Bewegung der Sonne.
Die vorhergehenden Erscheinungen sind ohne Zweifeldie einfachsten, also auch wohl die ersten, welche man be-obachtet hat. Allein unter den Gestirnen gibt es vorzüglichzwey, welche die Aufmerksamkeit der Menschen schon in denfrühesten Zeiten auf sich ziehen mußten, die Sonne, dieseKöniginn des Tages, die Licht und Wärme und Wohlthu-