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Erster Theil.
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Hat man auf dicse Art z. B. gefunden, daß der ge-messene Bogen AM gleich a Graden und gleich b Toiscn sey,so folgt unter der Voraussetzung einer kugelförmigen Ge-stalt der Erde

b

der Grad gleich Toisen

b

der ganze Umfang der Erde Z§0. -

a

180 .b

der Halbmesser r-

7ra

die Oberfläche der Erde 4?ri - Ouadrattoiscn, und

der körperliche Inhalt derselben * ?rr^Kubiktoisen,

itoi = 3.1415926.

Wenn man aber an anderen Orten der Erde ähnliche Mes-sungen anstellt, und wenn die Halbmesser, welche aus diesenMessungen folgen, nicht immer, wenigstens innerhalb derGränzen der möglichen Bcobachtungsfehler, dieselben sind,so wird man sich die obige Voraussetzung, daß die Erdeeine vollkommene Kugel sey, nicht mehr erlauben können.Dieß ist aber in der That der Fall der Natur, wie dasvorhergehende Vcrzcichniß der vorzüglichsten Messungen zeigt,in welchem die Werthe der einzelnen Grade immer größerwerden, je mehr man sich dem Pole nähert. Da aber beyverschiedenen Kugeln diejenigen die größeren sind, deren ganzePeripherie, also auch deren einzelne Grade die größernsind, so besteht die Oberfläche der Erde gleichsam aus sehrvielen einander schneidenden Kugelzonen, welche Kugeln im-mer größer werden, je weiter sie von dem Aequator entferntsind. Da endlich jeder Theil der Oberfläche einer Kugel einerplatten Ebene desto näher kömmt, je größer dicse Kugel ist,so ist auch die Erde an den Polen , wo sie nach dem Vor-hergehenden aus den größern Kugelzonen besteht, mehr ei-ner Ebene ähnlich, als an dem Aequator, oder sie hat im