Band 
Erster Theil.
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schnell gedreht, so fließt der Eindruck aller Farben im Augezusammen, und die Scheibe erscheint weiß. Auch die er-leuchtende Kraft der Farben ist nicht gleich groß, son-dern nahe in der Mitte am größten, von welcher sie gegenbeyde Endpunkte des Spectrums immer schwächer wird, sodaß man z. B. dieselbe Schrift, von einem grünen oder gel-ben Strahl beleuchtet, in einer größern Entfernung lesenkann, als wenn sie von dem rothen oder violetten Strahlerleuchtet wird.

Eben so ist die chemische Wirksainkeit der Far-ben nickt gleich, sondern sie nimmt von dem rothen Lichte,wo sie am stärksten ist, gegen das Motette immer mehr ab,selbst jenseits des violetten Lichtes, wo das Auge kein Lichtmehr bemerkt, zeigen sich noch chemische Kräfte, indem z. B.hier das Hornsilber sich sehr schnell dunkel bräunt, worausfolgt, daß das Licht außer den leuchtenden Strahlen nochandere besitzt, die desorydiren, ohne zu erleuchten, und dienoch brechbarer sind, als selbst die brechbarsten, die violet-ten, unter den sichtbaren Strahlen.

Endlich ist auch die erwärmendeKraft der verschie-denen Theile des Sonnenbildcs verschieden, am stärksten beydem rothen, am schwächsten bey dem violetten Lichte. Aberauch jenseits des rothen Lichtes in einer Entfernung von nahe, 2 Zollen von diesem sichtbaren Ende des Spectrums, gibt esnoch Strahlen, die bloß erwärmen, ohne zu desorydiren,und ohne zu leuchten, und die daher unter allen am wenig-sten brechbar sind. Das Licht der Sonne scheint daher ausden vorhergehenden dreyerlcy wesentlich verschiedenen Strah-len zu bestehen, von denen die einen vorzugsweise leuchten,die andern desorydiren, und die dritten erwärmen.

Die Fortsetzung des Lichtes scheint durch seine Expan-sivkraft hervorgebracht zu werden. Diese Kraft muß ungc-mein groß seyn, da sich das Licht mit einer außerordentlichen