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aufgeht, und nun nur in den letzten Stunden der Nacht, inden Morgenstunden sichtbar ist, und daß die Dauer dieserSichtbarkeit immer kleiner wird, bis er endlich wieder tnAin dem letztem Augenblicke der Nacht, oder mit Sonnen-aufgang aufgeht.
Man sieht, daß diese Erklärung so einfach ist, unddoch allen bemerkten Erscheinungen so vollkommen Genüge 'thut, daß es Niemand einfallen kann, an ihrer Richtigkeit zuzweifeln. Man findet übrigens leicht durch geometrische Be-trachtungen, daß die Breite des beleuchteten Theiles desMondes sehr nahe dem Sinus versus des Winkels pro*xortionirt ist, welche Sonne und Mond in dem Auge des Be-obachters bilden, oder was dasselbe ist, daß die Lichtgränzeimmer die Gestalt einer Ellipse hat, deren große Axe der Durch-messer des Mondes ist, und deren kleine Are sich zu der gro-ßen verhält, wie der Cosinus desselben Winkels zur Einheit.
Da unsere Erde ebenfalls eine dunkle Kugel ist, dievon der Sonne beleuchtet wird, so werden die Bewohner desMondes, wenn es solche gibt, an unserer Erde offenbarähnliche Abwechslungen der Lichtgestalten bemerken, wie wiram Monde. Zur Zeit des Neumondes in A werden die Se-leniten, welche auf der uns zugekehrten Seite des Mon-des wohnen, die Erde wie eine volle Scheibe bad erblicken,oder sie werden, wenn ich so sagen darf, Vollerde haben,weil die ganze beleuchtete Fläche der Erde ihnen zugewendetist. Im Vollmonde 0 ist ihnen im Gegentheil die dunkleFläche bcd der Erde zugekehrt, und sie sehen von der Erdegar nichts, und haben daher Neuerdc. Da die Erde, wiewir bald sehen werden, viel größer ist als der Mond, sowird ihnen zur Zeit der Vollcrde in A die ganze beleuchteteErdscheibe beynahe drcyzehnmahl größer erscheinen, alsuns der Vollmond, und dieses Licht der Erde, welches dieNächte der Mondbewohner erleuchtet, ist so stark, daß sein
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