94
mehr 18 Grade von ihr entfernt ist, steht er einige Tagebeynahe unbewSglich unter den Sternen stille, und nimmtdann eine Bewegung gen West, oder eine retrograde Be- *wegung an, in welcher er sich der Sonne wieder immermehr nähert, bis er sich endlich des Abends in ihren Strah-len verliert. Sein Durchmesser hat indessen seit dem Anfangejener Periode stufenweise zugenommen, während fein Lichtvon der Ostseite desselben sich immer mehr zurückzieht, wiewir dieß bey dem Monde um die Zeit des ersten Viertels be-merkt haben. Nachdem er so einige.Zeit unsichtbar gebliebenist, sieht man ihn wieder des Morgens vor dem Aufgangeder Sonne, aber auf der westlichen Seite derselben. Hiererscheint sein Durchmesser am größten, und sein Licht, wel-ches kurz zuvor auf der Westseite ganz verschwunden war,zeigt sich nun wieder in Gestalt eines Silberfadens an derOstseite. Indem sich Merkur hier wieder von der Sonne ent-fernt, wächst seine östliche Beleuchtung, so wie sein schein-barer Durchmesser allmählig abnimmt. Wenn er sich wiederaus 18 Grade von der Sonne westlich entfernt hat, stehter neuerdings stille, und fängt bald darauf wieder seine Be-wegung gen Ost an, wo er sich wie zuvor bis 22 Grade vonder Sonne entfernt, dann sich ihr nähert, sich endlich Mor-gens in den Strahlen der Morgenröthe verliert, und nacheinigen Tagen wieder des Abends nach dem Untergänge derSonne am westlichen Himmel erscheint, wo sein Durchmes-ser wie im Anfange am kleinsten, aber ganz beleuchtet er-scheint, und von welchem Punkte er die ganze so eben erzähltePeriode seines Laufes wieder zum zweytenmahle beginnet.Die Dauer dieser Periode ist verschieden, und zwischen 106und 130 Tagen; der Bogen, welchen er in seiner retrogra-den Bewegung zurücklegt, ist 13 Grade und die mittlereDauer derselben 23 Tage. Zuweilen erblickt man ihn zurZeit zwischen seiner Verschwindung am Abend und seiner