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wir sind demungeackstet der Bewegung des Schiffes völliggewiß, wenn wir die Gegenstände am Ufer, von welchen wirwohl wissen, daß sie unbeweglich sind, vor uns vorbepeilcnsehen. Eben dieses ist ein treues Bild unserer Fahrt auf demgroßen Weltenschiffe, der Erde, die wir, wenn wir sie gleichnicht unmittelbar fühlen, doch in dem schnellen Vorbenei-len der festen Inseln, und der glänzenden Gebirge, die ausdem unermeßlichen Ocean des Himmels hervorragen, diewir an dem täglichen Auf- und Untergänge der Gestirne er-kennen. Außer unserem Schiffe scheint Alles in Bewegung,wenn gleich alles stille steht: in demselben aber, wo sichalles mit uns zugleich bewegt, können wir diese Bewegung annichts bemerken, nicht einmahl an der Luft, die wir athmen,weil die Atmosphäre der Erde sich mit der Erde zugleich, undmit derselben Geschwindigkeit, und in derselben Richtungbewegt.
Es gibt aber doch in der That Kennzeichen andererAct auf unserer Erde, an welchen wir diese ihre Bewegungsehr deutlich wahrnehmen. Wir wissen alle, daß, wenn einKörper schnell in einem Kreise herumgetrieben wird, alleTheile desselben ein Bestreben äußern, sich von dem Mittel-punkte des Kreises zu entfernen. Dieses Bestreben, sich vonder Are der Rotation zu entfernen, hat man die Schwung-kraft genannt, und sie ist es, die den Stein in der ge-schwungenen Schleuder zurückhält; die den Faden dehnt, anwelchem eine Kugel auf dem Tische im Kreise herumgeführtwird; und die, wenn die Bewegung zu schnell wird, endlichden Faden sogar zerreißt. Wenn man einen elastischen RingAJjMN (Fig. 10) auf einen Stift I)B steckt, der i n d e rEbene dieses Ringes durch den Mittelpunkt C desselbengeht, und dann den Ring schnell um den Stift als seineAre dreht, so werden während dieser Bewegung nur diezwey Punkte A und B, durch welche die Are geht, oder die