Band 
Erster Theil.
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mahl geschwinder wäre, so wurde die Schwere am AequatorNull seyn, und die Körper, sich selbst überlassen, würden dortnicht mehr gegen die Erde fallen. Eine nur noch etwas ver-mehrte Geschwindigkeit der Rotation der Erde würde endlichdiese Körper ganz von ihr entfernen.

Nach dem Vorhergehenden würde also ein Körper, derjetzt am Aequator mit der Kraft von 289 Pfunden drückt,oder der jetzt am Aequator 289 Pfunde wiegt, wenn dieErde keine Rotation hätte, ein Pfund mehr, oder erwürbe290 Pfunde wiegen. Und daher auch umgekehrt: kann mansich durch irgend eine Erfahrung überzeugen, daß jetzt dieKörper am Aequator in der That weniger wiegen, als siesollten, so hat man auch einen neuen physischen Beweis fürdie Rotation der Erde gefunden. Allein der Weg zu diesemBeweise ist nicht so leicht, als er auf den ersten Blick scheinenmag, denn man wird bald bemerken, daß hier an kein wirk-liches Abwägen zu denken ist, weil wir uns von der Rotationder Erde nicht unabhängig machen können, und weil dieGewichte in der anderen Schale der Wage durch die Schwung-kraft der Erde überall ihre Schwere in demselben Verhält-nisse mit dem abzuwiegenden Körper ändern. Man mußte da-her, um diese Versuche anzustellen, auf andere Wirkungender Schwere denken, die sich ohne Wage messen lassen.

Ein Faden, der an seinem oberen Ende befestiget ist, undan seinem unteren Ende einen schweren Körper z. B. eine Kugelvon Bley trägt, wird, wenn man ihn sich selbst überläßt, eineverticale Lage CA (Fig. 12) annehmen, weil der Körpervon der Schwere der Erde nach dem Mittelpunkte derselben,also senkrecht auf die Erdoberfläche gezogen wird. Wenn manaber den Faden mit seinem Gewichte aus der verticalen Lagein eine andere CB bringt, und ihn dann sich selbst überläßt,so wird durch dieselbe Wirkung der Schwere das Gewichtsinken, bis es wieder seinen früheren tiefsten Punkt A erreicht