Band 
Erster Theil.
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Fünftes Capitel.

Massen und Dichten der Planeten.

Bisher haben wir uns bloß mit den Mitteln beschäf-tig, durch welche wir die Größe der Planeten, ihre Entfer-nungen von uns, die Gestalt ihrer Bahnen, und ihre Bewe-gungen in diesen Bahnen kennen lernten. Allein wenigstenseben so interessant möchten wohl die Fragen seyn, welche sichauf die eigentliche Natur dieser Körper, und auf ihre physi-sche Beschaffenheit beziehen. Wie groß ist z. B. die eigentlichwägbare Substanz, die Masse derselben? Wie dicht oderwie locker ist das Gewebe, aus dem sie zusammen gesetzt sindin Beziehung auf den Stoff, aus welchem unsere Erde be-steht? Sind die Erscheinungen, welche uns die Schwereauf der Oberfläche der Erde bey den frey fallenden Körperndarbiethet, auch dieselben auf den anderen Planeten, oderwerden sie auf jedem derselben durch ihnen eigenthümlicheBedingungen modificirt? Die so große Entfernung, wel-che uns von den Planeten trennt, scheint uns die Antwortauf Fragen dieser Art, die gleichsam einen viel näheren Um-gang mit diesen Körpern des Himmels voraussetzen, fürimmer zu versagen; aber die innige Verkettung, durch wel-che die Wahrheiten dieser Wissenschaft untereinander verbun-den sind , wird uns auch zu der Kenntniß dieser Resultateführen, die anfangs beynahe unzugänglich geschienen haben,und wir werden sehen, daß der Weg zu diesen Höhen langenicht so steil und beschwerlich ist, als wohl mancher vermu,then möchte, ja daß gerade dieser Theil der Astronomie einerder leichtesten von allen ist, zu dessen Kenntniß nur die ein-fachsten Rechnungen erfordert werden.

Wir haben bereits gesehen, daß jeder Planet alle an«