Band 
Erster Theil.
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Gleichgewichte ist, so findet man durch die Analyse für dieAbplattung ihrer Gestalt T h r , sehr wenig von der verschie-den, welche uns die unmittelbaren Gradmessungen und diezwey oben S. 289 angeführten Störungsglcichungcn desMondes geben. Aus dieser Uebereinstimmung sowohl, alsauch daraus, daß das Meer so große Striche festen Landesunbedeckt gelassen hat, folgt, daß die mittlere Tiefe desselbennur gering und nahe gleich der Hohe des Festlandes und derInseln über seiner Oberfläche seyn muß, eine Höhe, die nochnicht 3000 Fuß beträgt. Diese Tiefe des Meeres ist also nurein kleiner Bruch der Abplattung, die über60000Fuß beträgt.So wie übrigens das Festland von hohen Gebirgen, so magauch der Boden des Oceans von großen Höhlen bedeckt seyn,obschon die letzter» wahrscheinlich geringer sind, als jene Ber-ge, da diese Höhlen durch die Zufuhr des Grundsandes derFlüsse und durch die Ueberreste der Seethierc mit der Zeitimmer mehr ausgefüllt werden inüssen. Obschon kein Zweifelist, daß das Meer in der Vorzeit einen großen Theil des Con-tinents bedeckt hat, da es auf demselben unwidcrsprechlicheSpuren seines frühern Daseyns zurückgelassen hat, so konntees doch bey dieser seiner geringen Tiefe große Strecken bede-cken und wieder verlassen, ohne jene entsetzlichen Catastro -xhen, welche mehrere unserer Geologen zur Erklärung jenerErscheinungen annehmen zu inüssen glaubten, durch welchenach ihrer Meinung der Aequator in der Vorzeit durch dieGegenden der Erde gegangen ist, die jetzt von dem ewigenEise der beyden Pole bedeckt sind. Mit jener durch die Ana-lyse erwiesenen geringen Tiefe des Meeres ist jede große undplötzliche Aenderung der Pole auf der Oberfläche der Erdeunvereinbar. Man hat diese Aenderungen ausgedacht, umdie Eristenz der Elephanten und anderer Thiere der Tropen-länder zu erklären, deren Gebeine man in so großer Anzahlin jenen nördlichen Gegenden findet, in welchen diese Thiere