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größten Wichtigkeit, die Wahrheit dieser beyden Voraus-setzungen auf das genaueste zu prüfen. Die Erdare bewegt |
stch, vermöge der Präcession, um die Pole der Ekliptik, aber *
seit der Zeit, in welcher man durch die Erfindung der Fern- j
röhre, die Polhöhcn der verschiedenen Beobachtungsorte mit !
Genauigkeit bestimmen konnte, hat man an keiner derselbeneine Veränderung bemerkt, die größer ist, als die bisher nochunvermeidlichen Bcobachtungsfehler, woraus folgt, daß dieRotationsare der Erde seit jener Epoche immer durch die- :
selben zwey Punkte der Oberfläche der Erde gegangen ist, ,
oder daß die Lage dieser Are auf der Erde selbst unverän- '
derlich ist. Das die Erde zum Theile bedeckende Meer stört [
diese Unveränderlichkeit der Rotationsare so wenig, daß es \
vielmehr, durch seine große Beweglichkeit und durch den ’
Widerstand, welchen seine Schwankungen leiden, der Erdeerst den sicheren und dauernden Zustand des Gleichgewich-tes gibt, welcher sonst, bey einer ganz festen Masse, durchjede äußere Einwirkung gestört werden könnte. !
Auch die Wirkungen innerer Ursachen auf die Dauerdes Tages, der Winde, Erdbeben, Vulkane u. f. hat Laplace,so viel es bey diesen Untersuchungen möglich ist, der Rech-nung unterworfen, und ihren Einfluß ganz unbeträchtlich ge-sunden. Um eine solche Wirkung hervorzubringen, müßtenschon sehr beträchtliche Theile der Erdmasse ihren früherenOrt verlassen, und einen anderen, von jenem weit entfernteneinnehmen, Versetzungen, von welchen wir kein Beyspiel ken-nen. Doch gibt es noch eine andere innere Ursache, welchedie Dauer des Tages vermindern könnte, und welche man !bisher noch zu wenig betrachtet hat: die der Erde eigenthüm-liche innere Wärme derselben. — Wenn sie, wie es sehrwahrscheinlich ist, durch die Wirkung einer großen innerenHitze anfangs flüssig war, so mußte ihre Ausdehnung nachund nach zugleich mit ihrer Temperatur abnehmen, und eben