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am Äquator erhaben ist, so kann man sich diese Anhäufungder Masse an dem Aequator als eine Menge kleiner Plane-ten vorstellen, welche in der Ebene des Aequators täglicheinen Umlauf um die Erde machen. Da aber die Bahn derSonne in der Ekliptik und die Mondsbahn in einer wenigdavon verschiedenen Ebenes!. S. 75) liegt, so haben wirhier im Allgemeinen denselben Fall, welchen wir oben (Cap.I!I. 305) bey der Untersuchung derStörung eines Planetenauf die Lage der Bahn eines anderen betrachtet haben, wowir fanden, daß durch diese Wirkung die Knoten der Bahndes gestörten Planeten auf der Bahn des störenden immerrückwärts gehen, während die Neigungen beyder Bahnengegen einander nur periodischen Aenderungen unterworfensind, die sich in größeren oder kleineren Zeiträumen wieder her-stellen, so daß daher diese Neigung im Allgemeinen als un-veränderlich angesehen werden kann. Die Ebene des ge-störten Körpers ist hier der Aequator der Erde, und dieEbene des störenden ist für die Sonne die Ekliptik und fürden Mond die Mondsbahn; die Durchschnittspunkte jenerbeyden Ebenen sind die Punkte der Nachtgleichen; die Nei-gungen endlich kommen hier sehr nahe mit der Schiefe derEkliptik überein. Die Folge der Anziehung der Sonne unddes Mondes auf das Erdspharoid wird also seyn, daß dieNachtgleichen beständig rückwärts gehen, und daß die Schiefeder Ekliptik, wenn man von den periodischen Störungen ab-strahirt, im Allgemeinen dieselbe bleibt.
Jene Bewegung der Nachtgleichen nennt man die Prä-ccssion; die kleinen periodischen Störungen aber, welcheder Ort der Nachtgleichen sowohl als die Schiefe derEkliptik durch diejenige Wirkung des Mondes leidet, diewegen der Aenderung der Neigung der Mondsbahn so-wohl, als wegen der Bewegung ihrer Knoten in der Eklip-tik ebenfalls veränderlich sind, nennt man die Nutation.
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