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der Sonne im Sommer Z= 10°53' 7".5 und im WinterZ'= 58° 41' 13".8. Die Summe beyder gibt die Polhöhedes BeobachtungsortesZ'-f-Z
-- 34° 47' 11"
2
die daher sehr gut mit den oben erwähnten neuen Bestim-mungen der Missionäre harmonirt. Die Differenz jener bey-den Zenithdistanzen übergibt die Schiefe der Ekliptik für dieZeit jener Beobachtung2 <_ 2
■-= 23° 54' 3"
2
Um zu sehen, ob diese Schiefe mit der oben gegebenen Theorieübereinstimmt, so hat man durch die Gleichung
<*, = 23° 28' 18"0 — 0"4807t— 0.0000027t 2wenn t = — 1750 — 1100 = — 2850 gesetzt wird,
«, =23° 50' 54"
53 / 7 // . 5 . Für das Wintersolstitium ist eben so z'=Arctang
i3
~8
= 58° 25' 55 /y o ; Refr. — Parall — r ^ 26"8 und Halbmesser i4"o also Z' — 58°. 4i / »3".6. — Außer diesen beyden Beobachtun-gen sind noch die ältesten von denen/ die auf uns gekommen sind/drey Mondsfinsterniffe/ welche die ChalLäcr in Babylon in denJahren 719 und 720 vor Ch. beobachteten/ und die nns Ptolemäus in seinem Almagest erhalten hat; dann eine Beobachtung desSommersolstitiums im Jahre 432 vor Ch./ von Meton und Euc-temon; und endlich eine Solstitialbeobachtung der Sonne an demGnomon von Pytheas in Marseille um das Jahr 35o vor Ch.Noch früher/ aber mehr historische als astronomische Nachrichtenvon beobachteten Sonnen- und Mondsfinsternissen findet man inden heiligen Büchern der Chinesen/ aus denen hervorgeht/ daß indiesem Lande die Sternkunde/ als die Basis ihrer religiösen Fey-erlichkeiten/ , ’>on vor mehr als viertausend Jahren eulcivirt wor-den ist.