Band 
Erster Theil.
Seite
437
JPEG-Download
 

437

der in ihr Nichts zurückstürzen, und weit entfernt uns der Wahr-heit zu nähern, uns vielmehr immer mehr von ihr wegführen.

Bald dem Monde, bald unserer Atmosphäre hat mannoch eine andere sonderbare Erscheinung zugeschrieben, dieSteine nähmlich, die zuweilen mit heftigem Getöse aus derLust zur Erde fallen, und die unter d'em Nahmen der Me-teorsteine oder Aerolithen bekannt sind. Diese Steine kom-men meistens glühend heiß, doch nicht eigentlich geschmol-zen, sondern nur weich zur Erde, und die bisher untersuch-,ten an sehr verschiedenen Orten zur Erde gefallenen Acroli«then zeigen die größte Uebereinstimmung in ihrer äußeren so-wohl als inneren Beschaffenheit. Sie sind beynahe alle anihrer Oberfläche mit einem schwärzlichen rußartigen Ueberzugebekleidet, und im Inneren von dunkelblauer Farbe, einemkörnigen und nicht sehr festen Gefüge, und sie enthalten vielemetallisch-glänzende kleine Kugeln (nickclhaltiges Eisen) ineiner größtentheils kieselartigen Steinmasse. Die Erklärungderselben scheint besonderen Schwierigkeiten unterworfen, we-nigstens sind die Meinungen über den Ursprung derselben nochsehr getheilt. Es ist allerdings möglich, und sogar wahr-scheinlich, daß mehrere dieser später gefundenen Steine, be-sonders die unter dem Nahmen der Donnerkeile bekannt sind,bloß tellurischcn Ursprungs, wie die übrigen Steine unsrerErde seyn mögen; aber es ist wenigstens eben so gewiß, daßes noch eine andere eigene Gattung von Steinen gibt, dieaus einer ganz anderen Ouelle kommen, und unserer Erde nichtursprünglich angehören. Sie zeichnen sich vor allen übrigendurch ihre innere Struktur nicht minder als durch ihre Be-standtheile aus, und es sind endlich selbst in den neuesten Zei-ten solche sogenannteStcinregen so oft beobachtet und wissen-schaftlich sowohl als gerichtlich untersucht worden, daß es nichtmehr erlaubt seyn kann an ihrer Existenz in höhern RegionenL» zweifeln.