Band 
Erster Theil.
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vorbringen, und unsere Physiker würden sich dort, so oft siewollten, die Lust machen, nicht Aerostate auf einige Stunden,sondern förmliche Monde für immer steigen zu lassen. Vielevon diesen Körpern würden vielleicht mit einer so großen Ge-walt weggeschleudert werden, daß sie aus der Attraetions-sphäredes Mondes gänzlich heraus und in bieder Erde treten,wo sie dann fortan nicht mehr dem Monde, von dem sie kamen,sondern der Erde, von der sie angezogen wurden, angehören,und von nun an entweder nach denselben ewigen Gesetzen sichum die Erde bewegen, nach welchen auch die Planeten umdie Sonne lausen, oder sich in der kürzesten Richtung aufsie stürzen. Was von diesen Körpern und unseren Dampfma-schinen gilt, muß aber noch viel mehr von den Steinen gel-ten, welche die mächtigen Mondsvulcane aus ihren Kraternschleudern. Nach LagrangesRechnungenreicht eine Geschwin-digkeit, die nur fünfmahl größer ist, als die unserer Kanonen-kugeln in der ersten Secunde nach ihrem Austritte aus derMündung der Kanonen haben, schon hin, diese Steine ausdem Anziehungskreise des Mondes in jene der Erde zu brin-gen. Selbst die äußerst dünne Atmosphäre des Mondes wirdnicht wenig dazu beytragen, die von den Mondsvuleanen ge-worfenen Steine uns näher zu bringen, da eine dünnereLust dem Steigen dieser Körper weniger Widerstand entge-gensetzt. Die Gränze der Attraetionssphäre des Mondes hatin einer Entfernung von dem Mittelpunkte des Mondes statt,die nahe 6,^ Halbmesser der Erde, oder 23?^ Halbmes-ser des Mondes beträgt, und um diese Gränze zu erreichen,müßte der Stein mit einer anfänglichen Geschwindigkeit vonwenigstens 8000 par. Fuß in der ersten Secunde von demMondesvulean ausgeworfen werden, eine Geschwindigkeit,welche nicht unwahrscheinlich ist, da sie die unserer Kanonen-kugeln nur etwa acht bis zehnmahl übertrifft.

Uebrigens muß man gestehen, daß es eine etwa» son-

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