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Palaeologica zur Geschichte der Erde und ihrer Geschöpfe / von Hermann von Meyer
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Lacusterge bilde von Oeningen.

orbienlaris (;?), Salamandra gigantea, Cuv., Triton palus-tris (?), Rana und Bufo. Fische sind häufig und jetzt insüssen Wassern lebenden ähnlich; Agassiz wird sie bekanntmachen. Die Insekten sind generisch solche, wie sie jetztnoch in der Gegend leben. Curtis erkannte Formicidenund Hymenopteren; Samouelle bemerkte Larven von Libellen,der Libellula depressa ähnlich, Anthrax , Cimex, Coccinella,Cerambyx, Blatta und Nepa. Eine Pflanze konnte Lindleynicht von Fraxinus rotundifolia, welche noch existirt, unter-scheiden, andere glichen Acer opulifoüum und A. pseudo-platanus, eine ausgesforbene Art nannte er Populus cardi-folia. Murchison hat dieses Gebilde am genauestenuntersucht. Es ist ein Lacustermergel und Kalkstein, liegtauf der Meermolasse, welche an dieser Stelle der Rhein durchschneidet, und dehnt sich zwei bis drei Meilen aus;der höchste Steinbruck liegt 600, der niedrigste 200 Fussüber dem Rhein , und die Schichten enthalten nur Land-und Süsswassergeschöpfe. Eine grosse Schildkröte unddas Hund-artige Thier fand sich im oberen Steinbruch. Indiesem Absatz des Lacusterbeckens liegen ausgestorbeneArten mit noch existirenden zusammen, was sowohl vonden Säugethieren und Reptilien, als auch von den Pflanzengilt. Am auffallendsten tritt diess bei dem Riesensalamanderund einem Frosche hervor, an dem Cuvier 2 ) die Verschie-denheit auffiel, die derselbe aus einem so jugendlichenGebilde im Vergleich zu den lebenden zeigte. Boue ver-gleicht mit dem Oeninger Schiefer den Lacustermergel mitInsekten von Nicolschitz in Mähren und von Radeboy inCroatien, worin viele Blätter, Insekten und Fische Vor-kommen ; letzterer würde, nach Studer, der jüngsten Molas-senbildung angehören.

x ) Philos. Magaz. and Ann. März, 1830,a ) Ann. du Mus. XIII. S. 481.