Band 
Zweyter Theil.
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doch einen unbezweiselten Zusammenhang ihres Erscheinensund Verschwinden» mit unserer Witterung hatte auffindenkönnen. Wenn die Sonne, wie es nach unverbürgten Nach-richten der Geschichtschreiber in den Jahren 333 und 626nach Ehr. Geburt geschehen seyn soll, eine lange Zeit mitgroßen dunklen Flecken beynahe zur Halste bedeckt war, oderwenn man die von Hcrschel aufgestellte Vermuthung sich er-lauben dürfte, daß die eine Hälfte der Sonne mehr Licht-stoff ausströme, als die andere, so würden die Folgen sol-cher Erscheinungen in unserer Witterung allerdings merk-bar werden.

Außer dieser Bewegung der Sonne an sich selbst ist jenerEcntralkorper noch zwey anderen Bewegungen unterworfen;von welchen wir hier noch kurz sprechen wollen. Da, wie wirin dem zweyten Buche gesehen haben, die Ursache der Bewe-gung aller Planeten die Anziehung der Sonne ist, und dadiese Anziehung im Allgemeinen der Masse der Sonne propor-tionirt ist, so müssen auch die Planeten, da auch sie eine,vbschon viel geringere Masse haben, wieder rückwärts aufdie Sonne wirken, und auch diese in Bewegung setzen. Sowie z. B. die Erde durch die Anziehung der Sonne jährlicheinen Kreis um jenen Ccntralkörper beschreibt, eben so wirdauch der Mittelpunkt der Sonne, durch die Anziehung derErde in Bewegung gesetzt, jährlich einen Kreis beschreibenaber einen viel kleinern Kreis, dessen Halbmesser sich nähm-lich zu jenem verhält, wie die Masse der Erde zu jener derSonne, d. h. wie die Einheit zu 337000. Der Halbmesserder Erdbahn beträgt nahe 20000000 Meilen, also wirdder Halbmesser jener Bahn des Sonncnmittelpunktes nur60 Meilen betragen. Der eigentliche Mittelpunkt der Bewe-gungen beyder Körper ist daher der gemeinschaftliche Schwer-punkt derselben, und da dieser Schwerpunkt nur 60 Meilen,oder nur den 1360sten Theil ihres Halbmessers von dem