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„Es gibt manche Dinge, die dem grossen Haufen paradox,ja ganz unglaublich scheinen, und die doch mit Hülfe derRechnung ohne Mühe aufgelöst werden können. Nicht leichtwird etwas für höher und schwerer gehalten werden, als diegenaue Bestimmung der Entfernung der Sonne von der Er-de , und doch läßt sich diese Entfernung, wenn man nur dierechten Orte für die Beobachtung und die rechte Methode fürdie Berechnung derselben anwendet, ohne viele Schwierig-keit, und zwar wenigstens bis auf ihren fünfhundertsten Theilgenau bestimmen, wie ich den jungen Astronomen zeigen wer-de, die vielleicht noch leben, wenn die Zeit jener Beobach-tungen herankommen wird. — Ich bin nicht gesonnen,meine Ansicht dieser Sache wegen der Authorität derjenigen,wie groß sie auch seyn mag, zu ändern, welche die Entfernungder Sonne oder ihre Parallaxe durch unmittelbare Messungenan ihren Instrumenten bestimmen wollen, denn bey diesemVerfahren wird man die gesuchte Parallaxe bald Null, baldsogar negativ, d. h. die Entfernung der Sonne bald unendlich,bald sogar größer als unendlich finden, was absurd ist. Inder That ist es, die Wahrheit zu gestehen, sehr schwer, in ir-gend einer Beobachtung noch die einzelne Secunde zu bestim-men, so vortrefflich auch das dazu gebrauchte Instrumentseyn mag, und so darf man sich auch nicht verwundern, daßeine so äußerst seine Untersuchung selbst die scharfsinnigstenBemühungen so geschickter Beobachter gänzlich vereitelt hat.Ich hatte bey meinem Aufenthalte aufSt. Helena, wo ich michmit einem Catalog der südlichen Fixsterne beschäftigte, Gele-genheit, einen Durchgang Merkurs vor der Sonne zu beob-achten, der über meine Erwartung gut gelang, da ich miteinem Fernrohre von zwanzig Fuß die Zeit zwischen demEin - und Austritte Merkurs bis auf eine Secunde genaubestimmte. Denn der Lichtfaden, der zwischen dem dunklenPlaneten und der Sonnenscheibe, bey der inneren Berüh-