B
(er der Sonne derben, und sie kann nur dann vor der Sonneselbst gesehen werden, wenn ihre Entfernung vom Knotennickt größer ist als 1° 49'- Bey Merkur ist diese Gränzegleich 5° 28' daher die Durchgänge Merkurs viel häufigersind, als die der uns näheren Venus .
Die Perioden, welche die Durchgänge der Venus voneinander trennen, enthalten nach der Ordnung 8,105h‘I05i + 8 = 1131, 1131 + 8 = 12U, 121J + 8— 129! Jahre u. s. f. Die Jahre der nächst vergangenenund künftigen Jahrhunderte, in welchen eine solche Erscheinungstatthat, sind: 1631,1639, 1761, 1769, 1874, 1882,2004 und 2012. In dem 1, 2, 5 und 6ten dieser Jahre fielder Durchgang in den Monath December, in allen übrigenin den Junius. Seit dem Anfange unserer Zeitrechnung gabes beynahe dreyßig Durchgänge, von welchen aber nur zweygehörig beobachtet worden sind, weil unsere Vorgänger we-der Fernröhre, noch genaue Venus -tafeln hatten, durch wel-che sie diese Erscheinung voraus hätten bestimmen können, undweil sie auch die Wichtigkeit dieser Beobachtungen nicht kann-ten. Kepler war der erste, der aus seinen eigenen Tafeln dieDurchgänge für 1631 und 1639 ankündigte: jener wurde nichtgesehen, so sehr sich auch Gassendi darum bemühte; der zweytewurde allein von Horror zu Hoole in England beobachtet, ei-nem jungen Manne, welcher den Wissenschaften durch einenviel zu frühen Tod entrissen wurde, und von dem Newtonselbst mit Achtung als von einem Talente des ersten Rangessprach. Acht und dreyßig Jahre später beobachtete der be-rühmte Astronom Edmund Hallcy imJahrel677 den Durch-gang Merkurs in St. Helena , und hier war es, wo er diegroße Wichtigkeit dieser Beobachtung erkannte, die er balddarauf der k. Akademie der Wissenschaften in London in einerAbhandlung vorlegte , aus welcher wir hier einige Stellenmittheilen: