Band 
Zweyter Theil.
Seite
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gen Lager von Schalthieren, Seegeschöpfen, Abdrucken undVersteinerungen von Fischen und Pflanzen findet, Denk-mähler der ersten Bewohner, der eigentlichen Autochthonenunserer Erde, Bodensätze eines vielleicht Jahrhunderte überdiesen hohen Gegenden gestandenen Meeres. Wahrscheinlichhaben auch in dieser Periode noch mehrere nicht mehr all-gemeine, aber doch sehr weit verbreitete locale Revolutionengroße Strecken des Meerbodens abwechselnd trocken gelegtund wieder überschwemmt, weil man noch jetzt in oft sehr gro-ßen Tiefen des gegenwärtigen Festlandes noch Muschelkalk,große Steinkohlenflötze, ausgebreitete Lager von Steinsalz,und selbst ganze große versteinerte Wälder findet. In denFlötzgebirgen späterer Bildung entdeckt man auch schon ver-steinerte Reste von Landthieren, aber keine Spur noch vomMenschen, dessen Periode noch nicht gekommen war.

Indem durch diese Umwälzungen eine Menge gährungs-fähigerStoffe in das Innere der Erde vergraben wurde, bil-dete sich der Herd von Vulcanen und Erdbeben, die wiederneue Revolutionen herbeyführten, und die durch die Gewaltihrer Dämpfe unseren Basaltbergen und Vulcanen den Ur-sprung gaben. Wahrscheinlich ist diese letzte Revolution nep-tunisch-vulcanischer Art gewesen, durch welche die Ueberre-ste des ehemahligen Meeres völlig ausgetrocknet, unsereBerge und Ebenen trocken gelegt, und dadurch endlich demMenschen selbst eine bleibende und ruhige Wohnstätte bereitetwurde.

Vielleicht stehen aber der Erde in der Folgezeit nochmehrere andere Revolutionen bevor, ehe sie den Grad derReife erlangt, zu dem sie bestimmt ist. Wahrscheinlich istdiese Decke von Granit, welche sie jetzt umgibt, nur die äu-ßerste von noch vielen anderen concentrischen Kugelschalen,die zu ihrer Zeit auch noch einmahl einstürzen, und den un-ter ihr enthaltenen Dämpfen und Meeren den Ausbruch off-