Band 
Zweyter Theil.
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für sich bestehende Körper, die Satelliten zu bilden; oderendlich ist vielleicht dieser Ring nur eine noch nicht zur völli-gen Entwicklung gelangte Masse, die nach der Bildung jenerSatelliten iibrig geblieben ist, und aus welcher sich künftigneue Satelliten entwickeln werden; eine Hypothese, welchedurch den Umstand, daß die Bahnen der sechs ersten Sa-telliten alle in der Ebene des Ringes liegen, unterstütztwird.

Diese Berge werden uns übrigens, so wie bey den an-deren Planeten, ein Mittel geben, die Rotation des Ringeszu bestimmen. Allein es ist sonderbar, daß zwey der größ-ten Astronomen unserer Zeit aus ihren Beobachtungen hier-über zwey entgegengesetzte Resultate gezogen haben. NachHerschel dreht er sich in nahe 10 St. 30 M. um seine Are,was auch mit der Theorie vollkommen übereinstimmt, weilein Satellit Saturns in der Entfernung des Ringes, nachdem dritten Gesetze Keplers, in derselben Zeit seinen Umlaufuiu den Hauptplaneten vollenden würde, und weil sich' ohnedieser Rotation das Gleichgewicht des frey schwebenden Rin-ges nicht erklären läßt (I. S. 542). Nach Schröter abersollen die ausgezeichnetsten Berge ihre Lage gegen den Mit-telpunkt des Planeten gar nicht ändern, und also der Ringohne Rotation seyn, oder vielmehr wie unser Mond erstwährend einer Revolution Saturns , also während dreyßigunserer Jahre nur einmahl sich um seine Are drehen. Diewahrscheinliche Ursache dieser Verschiedenheit ist bereits oben(l. S. 344) erklärt worden.

Wenn man nach den, an staunende Verwunderunggränzenden Aeußerungen derjenigen urtheilen soll, welchedurch ein stark vergrößerndes Fernrohr zum ersten Mahlediesen Planeten mit seinen Umgebungen betrachten, so gibtes beynahe keinen, der den Anblick desselben nicht äußerstinteressant findet, und sich wenigstens im Stillen hinwün-Astronomic II. Theil. K