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muß auch durch dieselbe Verdunstung eine große Kühle erzeugtwerden, wodurch die auf den Kometen wegen der großenSonnennähe herrschende Hitze bedeutend gemildert wird, sowie wieder im Gegentheile die ungemeine Kondensation dieserluftförmigen Körper in ihren Sonnenfernen eine Menge vonWärme erzeugen muß, wodurch die durch die zu große Ent-fernung von der Sonne hervorgebrachte Kälte wieder ver-nichtet wird, und es ist nicht unmöglich, daß die Bewohnerdieser Gestirne vielleicht über Kälte klagen, wenn wir sie vonder Gluth der nahen Sonne schon verbrannt glauben, unddaß sie sich auf der Oberfläche ihres Wohnortes der Hitzenicht erwehren können, während wir sie vor Kälte erstarrenlassen.
Aber gesetzt auch, daß wir unter jener Hülle, unterwelcher jene vielleicht sehr glücklich sind, nicht ganz nachWunsche leben könnten, — was geht das uns, und wasjene an, die vielleicht mit demselben Rechtesich eben so we-nig an unsere Stelle zu wünschen Ursache haben. Wenn wirdort zu verbrennen oder zu erfrieren befürchten, so haben sievielleicht nicht einmahl ein Gefühl für das, was wir Wärmeund Kälte nennen; und wenn wir dort bald von dem zu hel-len Sonnenlichte, bald wieder von einer ganz lichtlosen Nachtgeblendet werden würden, oder wenn wir in der Millionenvon Meilen sich ausdehnenden und dann wieder zu einemfesten Körper sich zusammenziehenden Atmosphäre nicht mehrleben könnten, so haben sie vielleicht weder Augen, nochLungen, aber dafür andere Sinne und Werkzeuge, von wel-chen wir uns gar keinen Begriff machen können, die ihnenaber jenen Mangel mehr als hinreichend ersetzen. Wir dür-fen uns nicht erlauben, die ganze große Welt nach unseremkleinen Wohnorte einrichten, oder beurtheilen zu wollen, undnicht nur unlere Sinne und unseren Verstand, sondern auchunsere Leidenschaften und Vorurtheile zum Maßstabe des