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Es gibt aber noch eine andere sehr merkwürdige Artvon lichten Stellen des Himmels, die sich auch durch unserebesten Fernrohre entweder gar nicht, oder doch nur sehr un-vollständig in einzelne Sterne auflösen lassen, und deren Ent-f«rnung von uns daher noch viel größer seyn muß, als dieFlecken, von welchen wir so eben gesprochen haben. — DieMilchstraße erscheint uns als ein lichter kreisförmiger Streifvon 180 Graden im Durchmesser, weil wir nahe im Mittel-punkte ihres Bogens stehen. Wenn aber unser Auge vondem Mittelpunkte dieses Kreises um den ganzen Durchmesserderselben entfernt wäre, so würde uns die Milchstraße in derFerne nur als ein Ring oder eine Scheibe von 60 Gradenim Durchmesser, oder nahe so groß, wie das Gestirn desgroßen Bären erscheinen. In einer Entfernung von zehnDurchmessern würde diese Scheibe nur mehr unter einemWinkel von 2° 52', und in einer Entfernug von hundertDurchmessern endlich unter einem Winkel von 17 Minuten,also kleiner als der bekannte Nebelfleck in der Andromeda ge-sehen werden. In dieser Entfernung würde also die Milchstraßedem bloßen Auge unsichtbar seyn, und durch gewöhnlicheFernröhre nur die Gestalt eines schwach erleuchteten Wölk-chens haben, so wie umgekehrt dieses Wölkchen wieder dieGestalt, die Größe, und den Schimmer unserer Milchstraßeannehmen würde, wenn wir ihm wieder allmählig näherrückten.
Da man nun in der That durch gute Fernröhre einesehr große Anzahl dieser N e b e l fle ck e nach allen Richtun-gen am Himmel zerstreut findet, was kann man anders vonihnen denken, als daß sie eben so viele, nur unendlich ent-ferntere Milchstraßen sind, deren jede, so wie die unsrige,wieder aus Millionen von Sonnensystemen besteht? Herschelbat derselben schon über dreytausend entdeckt, und nur diewenigsten derselben lösten sich in seinen lichtstarken Fernröh-