257
scintillirenden Lichte glänzt, oder vielmehr flammet, und in-dem er seine Strahlen, denen des Blitzes gleich, weit umsich herumsprüht, in starken Fernrohren eine Art von Mor-genröthe vor sich hergehen läßt, die das ganze Feld desRohres vergoldet, und immer lebhafter wird, bis er end-lich selbst, der König der Gestirne, eine zweyte Sonne, instrahlender Majestät eintritt, und die Augen des Beobach-ters blendet.
Wie groß aber auch die Veränderungen seyn mögen,welchen die einzelnen Sterne des Himmels unterworfen sind,so sind sie doch noch nicht mit den viel größeren und weiterverbreiteten Revolutionen zu vergleichen, welche die nochungleich weiter von uns entfernten Nebelflecke erfahren.Auch hat man an vielen dieser merkwürdigen Himmelskör-per Bewegungen entdeckt, die bey der ungemeinen Entfer-nung derselben von uns in der That an das Ungeheure grän-zen. So hat der 246^ der II. Herfchelschen Classe, und der201 und 6l6 te der III. Classe seine Stelle gegen benachbarteSterne der fünften oder sechsten Größe bedeutend geändert,und der 5^ der IVten Classe bedeckte bey seiner Entdeckungmit dem Mittelpunkte seines großen, gegen zwanzig Minu-ten ausgedehnten Nebels einen schönen hellen Stern, wäh-rend er schon nach zwey Zähren diesen unverrückt an seinerStelle gebliebenen Stern schon an dem Rande seines Nebelssehen ließ, so daß, wenn die Entfernung dieses Nebelflecksauch nur zu zehn Sternweiten angenommen wird, seine Be-wegung während einem Jahre gegen 60000 Erdweiten be-trägt, und daher seine Geschwindigkeit nahe der des Lichtesglei.-.) ist, welches in einem Jahre 64000 Erdweiten zurück-legt. Einer der merkwürdigsten derselben, in der Andromeda,der sogar schon dem bloßen Auge sichtbar ist, scheint frühergar nicht da gewesen zu seyn, da er in den älteren Stern-verzeichnissen nicht angeführt wird. In dem bekannten großenAstronomie II. Theil. R