Band 
Zweyter Theil.
Seite
258
JPEG-Download
 

258

Nebel Orions hat man seit dessen Entdeckung durch Huy-ghens häufig sehr bedeutende Aenderungen seiner Gestalt be-merkt, und im Februar des Jahres 1800 sah Schröter indemselben eine hellglänzende, große Lichtkugel an derselbenStelle, an welcher früher kein, selbst durch die stärkstenTelescope wahrnehmbarer Kernpunkt des Nebels gestandenwar, und dieses nach sechs Tagen wieder verschwundene Licht-phänomen nahm einen Raum ein, der den Umfang der Erd-bahn wenigstens zehnmahl übertraf. Zu derselben Zeit ver-schwand ein großer Seitenzweig dieses Nebels, den Schröterkurz zuvor genau beschrieben, und abgezeichnet hatte, sammteinem in diesem Zweige stehenden Stern gänzlich, und dieAusdehnung dieses Nebelzweiges übertraf nach Schröter über700mahl den Umfang der Erdbahn.

Hier folgt ein Verzeichniß der vorzüglichsten Nebelfleckenach Herschel. Die erste Columne enthält die Rectascension,die zweyte die fpoldistanz, beyde für 1820; in der drittensind die von Herschel angenommenen Classen der Nebelfleckemit I. II. III... bezeichnet, so daß die Classe I. die hellglän-zenden, II. die schwach erleuchteten, 111. die sehr schwacherleuchteten, IV. die planetarischen Nebel, oder überhauptNebel von merkwürdiger Gestalt; V. sehr große Nebelflecke,VI. reiche Sternhaufen, VII. sehr dicht gedrängte Stern-haufen, und VIll. ungleich zerstreute Anhäufungen vonSternen enthält.

O* 1

cn

04

1 ^

IV. Ein Stern mit Haaren.

Der große Nebelfleck in der Andromeda, schonmit freyen Augen sichtbar. Er hat die Gestalt

o 35

49 42

einer Raute, deren größere Diagonale i5 Mi-nuten betragt.

.

27 36

VII. Ein dichter, runder Sternhaufen von

i 17

7 Min. im Durchmesser.