Band 
Zweyter Theil.
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Hin den Werth von r, der allen künftigen Beobachtungenzu Grunde liegt, genauer zu erhalten, wird man diese Be-stimmungen öfter wiederhohlen, und um sich von der gegebenenDeelination unabhängig zu machen, mehrere Sternenpaarewählen, und endlich auch für dasselbe Sterncnpaar zwischenden verschiedenen Beobachtungen das Ocular etwas drehen,um die Sterne auf verschiedenen Punkten des Umfanges desKreises ein- und austreten zu lassen. Erhält man so immernahe denselben Werth von r, so ist dieß der beste Beweis,daß der Ring in der That die Gestalt eines Kreises hat.

Hat man so durch mehrere Beobachtungen den Werthvon r genau gesunden, so muß bey allen künftigen Beobach-tungen das Ocular immer gleich weit von dem Objective ent-fernt seyn, weil mit dieser Entfernung sich auch der Halbmes-ser i' ändert. Ein einfaches Zeichen an der Ocularröhre wirdhinreichen, das Ocular immer in dieselbe Lage zu bringen.

Dieses Instrument ist eines der einfachsten und nützlich-sten zur Bestimmung der Rcctasccnsionen und Declinationender Gestirne. Sey t die Zwischenzeit der Sehne, oder dieZeit zwischen dem Ein- und Austritte in Zcitsecunden von ei-nem bekannten Sterne, dessen Rcctasccnsion a und Decli-nation d ist. Für den zweyten unbekannten Stern, dessen Rec-tascension «' und Declination £>' seyn soll, z. B. für einenPlaneten oder Cometen sey die Zeit der Sehne t'. Dieß vor-ausgesetzt, suche man x, x' und d, d' durch die Gleichungen

Vt Cos l Cos S

Sm x---- Sin x' --

r r

d r Cos x d' = rCos x'

sp ist die Differenz der Declinationen beyder Gestirnee' «5= d' d

Akdirt man endlich bey jedem der beyden Sterne den Eintrittzu dem Austritte, so ist die halbe Differenz r dieser beyden