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wenn d und 8 bekannt ist. Sucht man nähmlich die Größex aus der Gleichung tgx = Cos s Cotg b, so ist
Cos x Cos z
Sin (o + x) = —-— -.
am o
Hat man z. B. correspondirende Höhen eines Ge-stirnes genommen, so geben diese die Zeit der Culminationund die Stundenwinkcl, so wie die Zenithdistanzen des Ge-stirnes, dessen Declination d ist, und man kann daher aus je-der einzelnen dieser correspondirenden Höhen durch die vor-hergehenden Gleichungen die Polhöhe finden.
Man wird aber selbst aus diesen Gleichungen leicht se-hen , daß man zur Bestimmung der Polhöhe die Gestirnenicht in großen Entfernungen von dem Meridian, wie beyden Zeitbestimmungen (S. 172), sondern umgekehrt, so naheals möglich bey dem Meridian, und am vorthcilhaftesten indem Meridiane selbst wählen muß, damit die Beobachtungs-fehler, besonders die in der Zeit der Beobachtung, den klein-sten Nachtheiligen Einfluß auf die gesuchte Polhöhe haben.
§. 2 .
Hat man also das Gestirn in dem günstigsten Augen-blicke, in dem Meridiane selbst, beobachtet, und ist z die vonden Fehlern des Instrumentes, von Refraction und Paral-laxe befreyte Zenithdistanz, und b die scheinbare, d. h. vonPräcession, Aberration und Nutation afficirte Declinationdes Gestirnes, so hat man, wenn man alle Zenithdistanzenals positiv ansieht, auf der Südseite des Zenithes (f> — b-\-z,und auf der Nordseite des Zenithes
in der oberen Culmination <p = b — z,und in der unteren - 9 = (180—d) —z.
Kennt man also die Declination und den Collimationsfehlerdes Instrumentes, so kann man aus jeder beobachteten mit-täglichen Zenithdistanz die Polhöhe ableiten. Beyspiele wer-den dieses deutlicher machen.
Astron. II. Thl. 2. Abth. M