Band 
Zweyter Theil.
Seite
184
JPEG-Download
 

184

< 1 1

Cos 9 Cos b

2 Sin,

15t

Sin (9!>) Sin 1"

Dieser Ausdruck gilt unverändert für Culminntionenauf der Südseite des Zeniths, wo für südliche Declinatio-nen d negativ ist. Bey Culminationen auf der Nordseite desZeniths wird man nach §. 2 für obere Culminationen z ne-gativ, und für untere z negativ und 180 d statt d setzen,so daß man für obere Culminationen hat

2

Co8 9 Cos c>Sin ( b9)

Sin-

Sin 1"

15t

Cos 9 Cos b 2 Sin2 T

tlz

und für untere

tlz -f-

Sin (9 + &) Sin 1"

Um die gesuchte Polhöhe aus diesen Circummeri-dianhöhen mit Genauigkeit zu erhalten, wird erfordert,daß die Zeitbestimmung genau ist; daß man vor und nachder Culmination eine nahe gleiche Anzahl von Beobach-tungen, und in nahe gleichen Entfernungen von dem Meri-dian mache; daß man alle größeren Entfernungen von demMeridian z. B. über zehn Zeitminuten vermeide, und daßman endlich solche Gestirne wähle, deren nördliche Declina-tion so groß als möglich ist, jene aber gänzlich ausschließe,

... 15t

9 Sin--

für welche o nahe gleich 9 ist. Den Werth von ~ ~für jedes t findet man in der Tafel XII.

Um das Vorhergehende durch ein Beyspiel zu erläu-tern, wollen wir die Circummeridianhöhen der Sonne wäh-len, welche 1794 den 11. März in Göttingen gemachtwurden.