215
und die sich durch die Rrchnung von selbst bestimmen,gehörig Rücksicht nehmen muß, und daß in (m+/t) dasobere Zeichen für die äußeren, das untere für die inneren Be-rührungen gehört. Für die Sonne kann man, wegen ihrersehr großen Entfernung, die wahre Länge für ihre schein-bare a, so wie den wahren Halbmesser statt ihrem scheinba-ren ji , und die Breite d —o setzen. Ist das zweyte Gestirnstatt der Sonne ein Fixstern, so wird man aus der (nach I.S. 44) gefundenen scheinbaren Rectascension und Declinationdesselben mit der scheinbaren Schiefe der Ekliptik die schein-bare Länge a und Breite d desselben suchen, und ji — 0sehen.
Um das Vorhergehende durch ein Beyspiel zu erläutern,wollen wir die Beobachtung der Bedeckung von 5 Zwillingeberechnen, welche 1798 den 8. August in Leipzig gemachtwurde.
Beobachteter Eintritt 13 h 35'17"5 mittlere Z. Leipzig ,Austritt 14 19 31"3.
Nehmen wir die beynahe bekannte östliche Länge Leipzigs von Paris t=0 h 40'7"5 an, so erhält man die genähertenmittleren Pariser Zeiten der Beobachtungen
Eintritt 12>‘55'i0."0 und Austritt 13>> 39'23."8.
Für diese beyden PariserZeiten sucht man nun den wah-ren Ort des Mondes aus den Tafeln, und verwandelt ihn(nach 1. S. 72) in den scheinbaren Ort desselben.
Man erhält so:
Eintritt Austritt
scheinb. Länge des £ a — 9Ö°5l'45."2 97°20'1."0
- Breite - £ <1 =+ 2 7 42.5 + 2 12'32 1
- Halbm.-- C m — 16 5.8 16 7-9
woraus zugleich folgt 1' — — 0.63916, und
r = = 0.10916.