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Allgemeine Grundsätze der Bleichkunst : oder theoretische und praktische Anleitung zum Bleichen des Flachses, der Baumwolle, Wolle und Seide, so wie der aus ihnen gesponnenen Garne, und gewebten oder gewürkten Zeuge; nach den neuesten Erfahrungen der Physik, Chemie und Technologie / bearbeitet von Sigismund Friedrich Hermbstädt
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212
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sleberhaupt kann hier nur die praktische Prüfungdes röstenden Flachses allein den Zeitpunkt ange-ben, wenn diese Operation beendigt ist: und diesePrüfung findet man aus der vorher (§. ZO7.) an-geführten Beschaffenheit des gerösteten Flachses:Sie muß also von Zeit zu Zeit wiederholt veran-staltet werden, und, sollte die Feuchtigkeit des aufLein Felde liegenden Flachses die gedachte Probenicht gestatten, dann muß man von Zeit zu Zeiteine Handvoll nach Hause tragen, ihn trocknen,und dann nach der oben angegebenen Art prüfen.Der so geröstete Flachs ist nun zum Bearbeitenauf der Breche vorbereitet, nachdem derselbe zuvorerst gehörig getrocknet worden ist.

Von der Wasserröste oder Wafserrotte.

§. 309.

Von jener Thauröste in der Behandlung ab-deichend, ist nun die Wasser röstender die Was-ser rotte. Um diese zu veranstalten, wird der-Flachs in dünnen Stauden in ein gutes Flußwas-ser, am besten ein solches das auf sandigem Bo-Len hinrollet, gestellet, und nun von Zeit zu Zeituntersucht, wie weit die Röstung gediehen ist. Zudem Behuf wird schon nach einigen Tagen, anverschiedenen Stellen des Röstgrabens, ein StückFlachs herausgenommen, getrocknet, und dann nachder bereits (§.307.) angezeigten Art geprüft, bis