Band 
Zweiter Band.
Seite
111
JPEG-Download
 

II»

übereinstimmende Regeln fürs Höhenmesser» gebenkönne. — Selche Ideen sind nicht sublim genug, umaus dem Schooße einer Akademie heraus zu gehen.

Da die Höhenmessungen mit den Trigonometri-schen nicht stimmen wollten, so künstelte man amMariottischen Gesetze, und Eassini nahm sogar denSatz an, daß sich die Dichtigkeit der Luft verhaltewie das Quadrat des Drucks; — einen Satz, denman mit jeder Glasröhre widerlegen konnte, in derman Luft durch Quecksilber zusammen drücken liest.

Bouguer gab auch eine Regel,- die er ausseinen Messungen in Peru herleitete; allein dieseRegel wollte nur auf die hohen amerikanischen Ge-birge passen, — aber nicht auf die kleinen und nichtauf die in Europa . Bouguer meinte nun, untenan der Erde müsse eine andere Lustart seyn, wieoben auf den Bergen.

Die gelehrteste Regel gab Daniel Bern oulli,— allein sie paßte noch schlechter wie alle andern.

Da das Höhenmesser« mit dem Barometer einAbwiegen war, bei dem man die specifische Ge-wichte beider Körper kennen mußte, so lag die Ideesehr nahe, daß das Verhältniß zwischen diesen