Man hat tiefe Fundamente gelegt, und geglaubt,daß diese zur Festigkeit eines hohen Gebäudes bei,trügen, indem man den Umstand übersah, daß dieBeweglichkeit einer Sternwarte von der ungleichenAusdehnung der Mauer durch die Warme herrühre,,.nd daß hiegegen selbst roo Fuß tiefe Fundamentenicht helfen könne. Es ist dem Baumeister gelun-gen, mit einem Aufwande von Hoono Gulden einvöllig unbrauchbares Gebäude zu bauen, welches,wie Olof Römer sagt, mehr der Eitelkeit wegen,als wegen der Instrumente da zu seyn scheint. —Die Pariser Astronomen haben ihre große unbrauch-bare Sternwarte aus dem Zeitalter Ludwigs deSVierzehnten verlassen, und sich in ein ganz kleine-Gebäude zu ebener Erde mit dem Quadranten undMlktagsfernrohr einlogirt. Die Million, diedie große Sternwarte soll gekostet haben, ist ver-loren, und der kleine Flügel, in dem jetzt alleBeobachtungen angestellt werden, kostet vielleichtkeine ic> oder 20000 Franks.
Als ich vor sechs Jahren von Paris kam, so be-suchte ich die Mannheimer Sternwarte und fand,daß ein Stück Holz zwischen den Pfeilern des Mit-tagsfernrohrs steckte. Ich fragt« den Astronomen:wozu das wäre? und erhielt die Antwort: daß diePfeiler von der Mauer so sehr übergebrückt wür«den, daß die Achse des Instruments sich klemme;>ml> um dies« frei zu halten, würde das Stück Holz