bösartig nicht, wie Goethe glaubt, — nur scheintin ihnen dann doch, so wie in den meisten Men-schen , zu Zeiten etwaS von der — str venia ver-di — Schaafsnatur zu stecken. Wo der eine übereinen Stock gesprungen, da springen alle in dieHöhe, auch wenn kein Stock mehr da ist.
Das Schlimmste, was Goethe bei der Farben-lehre begegnen wird, sind nicht seine Feinde, (ob.schon unter diesen mancher ungehobelte Geselle seynwird) sondern seine Freunde. — Unter diesen sindviele, welche der Jean Paulschen Theorie vom trü-ben Biere und den dunkeln Gefäßen ergeben sind;
— diese werden ihn loben, auch sogar die Sprache,und sagen. Goethe ist geworden wie unser einer.
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Ob Goethens Farbenlehre auf die Nachwelt
kommt? — Vielleicht-vielleicht auch
nickt. Hat doch selbst Ciceros Prose, CiceroS Poesie nicht auf die Nachwelt bringen können.Aber wichtig bleibt die Farbenlehre immer, —wenn auch nickt in physischer, doch in moralischerHinsicht. — Man sieht hier, wie ein an
dem man nur jene geniale Besonnenheit kannte,die uns so freundlich im Meister, und so fürchter-lich in den Wahlverwandtschaften entgegen tritt, —durch einen zwanzigjährigen versagten Beifall da-hin gebracht werden kann, heftig und leidenschaft-lich zu werden, und daS durch lautes Sprechen er- ^