Vorrede.
Ephemeridibus kann man erſehen, mitwas vor Gewißheit die Stern Kundiger dieHimmels Begebenheiten vorher verkündi-gen koͤnnen, ohnerachtet die Geſetze der Be-wegung ihnen von niemanden geoffenbaretworden ſind. Die mathematiſche Lehr-Art giebt den rechten Gebrauch der Ver-nunft zuerkennen, wie man nemlich zuklaren, deutlichen und vollſtändigen Be-griffen gelange, und daraus ohne Anſtoßdie ubrigen Sachen herleite. Die Rechen-Kunſt, Trigonometrie und Algebra hal-ten die allgemeinen Maximen in ſich, nachwelchen der Verſtand geleitet wird, wenner durch eigenes Nachſinnen die verborge-ne Wahrheit erfinden will, und wie es anzu-greifen ſey, daß die Sinnen und Imagina-kion in dem Nachdencken nicht hinderlichfallen, ſondern vielmehr die ſaure Arbeitdem Verſtande verſüͤſſen helfen. Ja die letz-tere giebt uns ein Muſter der vollkommen-ſten Manier, eins aus dem andern zuſchlieſſen, zu welcher der menſchliche Verſtandgelangen kann, wenn er den hoͤchſten Gi-pfel der Vollkommenheit erſtiegen hat.Die Optick und zum Theil die Aſtronomieweiſen einen klaren Unterſcheid zwiſchender Erkenntniß des Verſtandes und derVor-
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