der Diopttick⸗ 1021
Der 2. Zuſatz.
21. Wenn die Sachen weit weg ſind, ſofallen die Strahlen, welche von einem Pun-cte ausflieſſen, beynahe parallel ein. Unddannenhero werden alle Strahlen, welchevon einem Puncte herkommen, wieder ineinem Puncte mit einander verelniget. Sol-chergeſtalt bilden ſie die Sache hinter derKugel in der Weite des Brenn⸗Punctes ab.
Die 2. Anmerckung.
22. In der That iſt auch der Brenn⸗Punct ſo wohlder Kugel, als anderer erhabenen Glaͤſer nichts an-ders, als das Bild der Senne. Derowegen, wennman bey einer Sonnen⸗Finſterniß mit einem Brenn-Glaſe anzuͤndet: ſo brennt ſich das Bild der verfin-ſterten Sonne wie ein nicht voͤllig erleuchteter Mondab: welches auch mit dem Brenn⸗Spiegeln geſchiehet.Es muß aber das Brenn Glas und der Brenn⸗Spie-
groß ſeyn, womit die Strahlen in dem Brenn-Nute einen nicht gar zu kleinen Circul erfuͤllen.
Die 2. Aufgabe.
23. Wenn ein Strahl Gl in ein Glas 10 I.
EF, welches auf beyden Seiten er haben iſt,mit der Axe AN parallel einfaͤllt, denPunct I zu finden, in welchem der ge-brochene Strahl IK mit der Axe verei-nigt wird.
165 Aufloͤſung.
Es muͤſſen die halben Diameter C undDo der beyden erhabenen Flaͤchen EOF undEPF, ingleichen RE die Entfernung des Ein-falls⸗Punetes N von der Axe AN und die Di-cke des Glaſes Of gegeben werden.
i 1. In
dig. 5.