1062 Anfangs · Gruͤnde
ein Tuch, welches etliche mal uͤbereinan-der gelegt iſt, damit ſie ſich nicht erſchuͤttert.2. Wenn das Glas die Figur der Schuͤſſelangenommen hat, ſo waſchet ſie reine aus,damit nichts von dem Sande zuruͤcke blei-bet, und brauchet ferner an ſtatt desSandes geſchlemmten Schmergel.3. Nachdem die Gruͤblein von dem Sande aus-geſchliffen ſind, ſo nehmet rothen Uhrſand,und reibet damit in der Schaale das Glasſo lange, bis es einigen Glantz bekommt.4 Da es nun zum poliren geſchickt iſt, ſo uͤber-kleibet die Schuͤſſel mit zartem Poſt⸗Pa-piere welches durchaus von einerley D deiſt, und keine Ungleichheiten hat. Ihr konnetaber das Papier entweder mit duͤnnemGummi ⸗Waſſer, oder einem zarten Klei-ſter von Kraft⸗Mehle, oder anderm weitzenMehle, ingleichen aus Oblaten, derglei—chen man in dem Abendmahle braucht, an-kleben, und nachdem es trocken gewordeniſt, mit Tripel oder Zinnaſche uͤberſtreichen,mit einem Probier⸗Glaſe es vorher rechtgleich machen, und endlich auf dieſemPapiere das Glas ſo lange reiben, bis eseinen recht hellen Glantz bekommen hat.Die 1. Anmerckung.110. Es ſind vielerley Manieren, das Glas zuſchleiſen. Ich habe diejenige beſchrieben, von welchermich die Erfahrung gelehret hat, daß die Glaͤſer garuber werden. Noch andere beſchreiben DechalesVioptr. lib. 2. prop, 2. digreſſ. Mech. f. 725& 6000ö ahn