der Aſtronomie. 1193
Schwantz des großen Hundes, das Schif Argus, dieFuͤſſe des Centauri, den Altar, den Schwantz desScorpions, den Fuß des Schlangen⸗Manns, denBogen des Schuͤtzens und den Schwan gehet, in derGeſtalt eines hellen Streifens. Von dieſer habenſich die alten Philoſophi ſeltſame Gedancken gemacht,dergleichen Riceiolus(Almag. Nov. lib. 6. cap. 23,f. 475% aus dem Plutarcho(lib. 3. de Placitis Phi-Joſ. c. 1.) und dem Macrobio(lib. 1. in Somn. Scip.c. 15) erzehlet. Nachdem man aber den Himmeldurch Fern⸗Glaͤſer zu betrachten angefangen hat,ſo hat man gefunden, daß ſie von dem Glantze un-zehliger kleinen Sterne entſtehe, wie vor dieſem De-nocritus(bey dem Plutarcho I. c.) und Prelomæus(lib. g. c. 2.) wohl gemuthmaſſet haben.
Die 7. Anmerckung.
157. Nach der ſcheinbahren Groͤſſe werden dieSterne eingetheilet in Sterne von der erſten, von derandern, von der dritten, von der vierten, von derfuͤnften und von der ſechſten Groͤſſe. Doch kommennicht alle Sternkundige mit einander darinnen uͤber-ein, zu welcher Claſſe jeder Stern zurechnen ſey.Nach dieſen ſind die neblichten Sterne(stellanebuloſæ), welche einem hellen Flecken gleichen,durch die Fern⸗Glaͤſer aber einen Haufen kleiner Ster-ne bey einander zeigen. So hat z. E, Gallilæusin dem neblichten Sterne des Krebſes 36 Sternedurch das Fern⸗Glas deutlich unterſcheiden koͤnnen.
Die 8. Anmerckung.
158. Wenn ihr den Himmel durch⸗Fern⸗Glaͤſerbetrachten wollet, ſo werdet ihr viel mehr Sterne alsmit bloſſen Augen ſehen. So hat Hugeniss durch einFern⸗Glas von 23 Schuhen an ſtatt des mittlernSterns in dem Schwerdte des Gr ions 12(Syſtem.Saturn. p. g.), und Gallilæus in dem Siebengeſtirnemehr als 40, in einem kleinen Theile des Grionsmehrtals 400 Sterne wahrgenommen: wovon ihrFf ff 5 ein