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[Band 3.]
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1225
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der Aſtronomie. 1223Der 1. Zuſatz.

310. Weil die Welke eines Sterns oderandern Phænomeni von dem Zenith Z untereinem groͤſſern Winckel auf der Ero flaͤche,als aus dem Mittelpunete der Erde, geſehenwird; ſo muß die Parallaxis LM die Hoheeines Sterns oder andern Phenomeni uberdem Horizonte verringern, und zwar iſt ſieder Unterſcheid zwiſchen der wahren SoͤheHM und der ſcheinbahren HNL.

Der 2. Zuſatz.

211. Wenn ihr demnach die wahre Hoͤ-he der Sterne auf eine gegebene Zeit ſuchet(I. 207), und ſie mit der obſervirten verglei-chet; ſo koͤnnet ihr ihre Parallaxin finden.

Anmerckung.

212. Z. E, Philipp Lansberg(Obſervat. Aſtro-nom. Lheſaur. f 90.) hat A. 1600 d 1. Mart Nach-mittage um 6 Uhr die Hoͤhe des obern Randes desMondes in dem Meridiano obſervirt 64 7“ 30%Den halben Diameter des Mondes befand er 16,30“.Daher war die Hoͤhe des Mittelpungts in dem Monde635 51 Die wahre Hoͤhe deſſelben fand er durchRechnung 64 17“ 30%. Derowegen war die Paral-laxis 26“ 30%. Die Erfahrung hat gelehret, daßdie Firſterne keine merckliche Parllaxin haben, auchder uͤbrigen Planeten Parallaxis ſo klein ſey, daßman ſie auf dieſe Art nicht ausmachen kan.

Der 3. Lehrſatz.

213. Wenn ein Stern von der Erde

weiter weg iſt, als ein anderer, ſo mußſeine Parallaxis kleiner ſeyn, als des andern.

Hh hh Beweiß.