Tab. III.Lig. 22.
Tab. III.Fig. 22.
der Sinus totus zu TK, ſo der Sinus des Win-
1226 Anfangs ⸗GruͤndeBeweiß.
Es ſey der eine Stern in 8, der andere inL,, ſo iſt des naͤhern Parallaxis dem WinckelTs, des weitern aber dem Winckel TLVgleich(§. 209). Nun iſt TSV groͤſſer als TI.(G. 10/ Geom.). Derowegen iſt die Paralla.xis des naͤhern groͤſſer als die Parallaxis desweitern. W. Z. E. W.
Zuſatz.
214. Da nun die Parallaxis immer ab-nimt, je weiter der Coͤrper von der Erdeweggehet; ſo muß ſie auch endlich unmerck-lich werden, und ehe dieſes geſchiehet, ſoklein, daß man ſie auf die(§. 211) vorge-ſchriebene Art nicht mehr finden kan, nem-lich von wenigen Secunden.
Anmerckung.
215. Man kan auch die Parallaxin obſerviren,wenn ein Phenomenon der Erde nahe iſt, aus zweyauf der Erdflaͤche angenommenen Staͤnden: wie wirin der Trigonometrie verfahren, wenn wir eine Hoͤheaus zween Staͤnden meſſen(F. 57 Trig.).
Der 4. Lehrſatz.
216. Wenn ein Stern in demczorizontegeſehen wird, ſo hat er die groͤſte Paral-laxin, welche er haben kan.
Beweiß.
Verlaͤngert LV in R, und laſſet aus demMittelpuncte der Erde J die perpendicular-Linie TR herunter fallen. So verhaͤlt ſich, wie
ckels