der Aſtronomie. 1229
Aufloͤſung i1. Weil die Fixſterne keine merckliche paral-
laxin haben(§. 272), ſo erwehlet euch
einen Stern, welcher in dem Meridianodem Zenith ſehr nahe kommt, und mer-cket(§. 97) die Zeit, wenn dieſes geſchie-het, nach einer accuraten perpendicul-
Uhr, welche bey Tage nach der Mittags-
Linie geſtellet worden iſt(§. 48).
a. Suchet die Hoͤhe des Sterns(§. 207).3. Ziehet dieſe von der obſervirten Hoͤhe ab.Das uͤbrige zeiget an, wie viel der Sterndurch die. gehoben worden ſey.
8 uſatz.
222. Wenn ihr auf alle Grade der Hoͤhedes Sterns die Groͤſſe der Refraction ſolcherGeſtalt ſuchet: ſo werdet ihr die TabulamRefrattionis bekommen, woraus ihr dieobſervirten Sonnen- und Stern⸗Hoͤhen cor-rigiren koͤnnet. Oder, wenn man die Groͤſ-ſe der Refraction auf einen Grad der Hoͤhedurch die Obſervation(§. 221) gefundenhat; ſo kan man fuͤr alle uͤbrige Grade derHoͤhen dieſelbe durch die Regel Detri fin-den, weil der Sinus des Inclinations Win-ckels zu dem Sinu des gebrochenen einerleyVerhaͤltniß hat(5. J Dioper.).
Anmerckung. f223. Die jenigen, welche die Refraction geſucht,haben gefunden, daß ſie immer abnehme, indem dieHoͤhe des Sterns zunimt; welches man auch aus
der Dioptrick(J. 7 Diopt.) erweiſen kan. Lyebo deBrabhs