der Aſtronomie. 1239
Noch anders.gaſſet durch eindern⸗Glas in ein verfinſter-tes Zimmer das Bild der Sonne auf eine mitweiſſem Papiere uͤberzogene Tafel fallen; ſowerden ſich darauf die Flecken zugleich mitabmahlen, und ihr koͤnnet ihren rechten Ort,ihre Figur und Groͤſſe ohne Muͤhe bekommen.Weil aber das Bild der Sonne ſich verkehrtdarſtellet, ſo duͤrfet ihr nur die Peripheriederer Flecken mit einer ſubtilen Nadel durch-ſtechen, und ſie erſcheinen auf der andern
Seite des Papiers recht.
Aumerckung.
241. Die Roͤhre des Fern⸗Glaſes muͤſſet ihr durcheine Kugel ſtecken, welche in den Fenſter⸗ Laden derge-ſtalt eingeſetzt worden iſt, daß man ſie nach Gefallenauf und nieder rechts und lincks wenden kan. Es hataber die Kugel eine Roͤhre, an welche eine Stange be-feſtiget, und an deren Ende die Tafel angemacht wor-den iſt: damit man die Sonne immer auf einer Stelleerhalten, und zu dem Ende, die Tafel mit dem Fern-Glaſe in der Kugel zugleich, nachdem es die Sonne er-fordert wenden kan. Dieſe Maſchine hat Scheinererfunden, und iſt nicht allein von ihm in ſeiner RoſaUrſina, ſondern auch von Heveln in Prolegom. Sele-nograph c. 5. f. 98.& ſeqq und in meinen Element.Aſtron. 5. 410. beſchrieben. Man bedienet ſich der-ſelben heute zu Tage durchgehends, auch bey denen
Sonnen⸗Finſterniſſen. aDie 4. Erfahrung.
242. Unterweilen verlieret die Sonnebey hellem Himmel ihren Schein, nichtauf einmal ſondern nach und nach, auchſelten gantz/ meiſtens nur in einem Theile.
Jiit 4 Es