1248 Anfangs · Gruͤnde
Erde des Lichts beraubt wird, womit erdie Erde erleuchtet, ſo kan dieſes Licht nichtſein eigen ſeyn, ſondern er muß es anderswoher haben, und zwar von der Sonne,weil er es eben verlieret, wenn ihn die Sonnenicht beſcheinen kan, und uͤber dieſes der er-leuchtete Theil beſtaͤndig gegen ſie bekehretwird(5. 255). 95Die 4. Erklaͤrung.
261. Wenn der Voll⸗Mond in demSchatten der Erde ſeines Lichts beraubtwird, ſo nennet man es eine Mond Fin-
ſterniß. fDer 1. Zuſatz.
262. Weil die Mond ⸗Finſterniß einewuͤrckliche Beraubung des Lichts iſt, ſo iſtes kein Wunder, daß ſie an allen Ortengleich groß geſehen wird(F. 258).
Der 2. Zuſatz.
263. Auch muß ſie zu gleicher Zeit an al-
len Orten angehen und aufboͤren.Der 3. Zuſatz.
264. Wir zehlen unſere Stunden von demMittage an, wenn die Sonne in den Meridia-num kommt: ſie kommt aber an einem Or-te, welcher weiter gegen Morgen liegt eherin den Meridianum als an einem andern,welcher weiter gegen Abend iſt. Darummuß die Finſterniß zu einer ſpaͤtern Stundein dem erſtern, als in dem andern Orteangehen(§. 263). 5
Der