der Geographie. 1445
in den temperirten und kalten Strichen ein-mal Sommer und einmal Winter(F. 34).Der 2. Zuſatz.
39. Es iſt aber in den nordlichen StrichenSommer, wenn die Sonne in den Krebs, undWinter, wenn ſie in den Steinbock tritt;Fruͤhling, wenn ſie in den Widder, und Herbſt,wenn ſie in die Waage kommt. Hingegen, inden ſuͤdlichen Strichen iſt Sommer, wenn dieSonne in den Steinbock, und Winter, wennſie in den Krebs tritt; Fruͤhling, wenn ſie indie Waage, und Herbſt, wenn ſie in den Wid-der kommt. Derowegen, wenn in den nordli-chen Strichen Sommer iſt, ſo iſt in den ſuͤd-lichen Winter; wenn in den nordlichenWinter iſt, ſo iſt in den ſuͤdlichen Sommeru. ſ. w. folglich ſind alle Jahres ⸗Zeiten zu-gleich auf dem Erdboden.
Anmerckung.
40. Wenn man demnach fragt, zu was fuͤr einerJahres⸗Zeit die Welt erſchaffen worden ſey, ſo mußman entweder die Frage von einem gewiſſen Lande,z. E. wo das Paradies geweſen, verſtehen, oder ſie viellieber dahin deuten, in welchem himmliſchen Zeichendie Sonne geſtanden habe. Da denn glaublich iſt, daßſie in der Waage geweſen ſey, weil die Juͤden, nachdem Exempel der Patriarchen, das Jahr von demEintritte der Sonne in die Waage angefangen.
Der 3. Lehrſatz.
41. Wenn die Sonne in dem Æquato-re iſt, ſo iſt an allen Orten des Erdbo-dens Tag und Nacht gleich.
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