Band 
[Band 3.]
Seite
1551
JPEG-Download
 

der Algebra. 1551

Tages in einer andern gegebenen Waͤrme, als inder Waͤrme des geſtrigen Tages enthalten ſey.Der 2. Zuſatz.

9. Und folglich ſind die Groſſen undeter-minirte Zahlen, da man nemlich noch keingewiſſes Eins ſetzet(9. 5,& Ariehim.).

Die 2. Anmerckung.

10. Nehmet z. E. eine gerade Linie von einer de-terminirtenkaͤnge. Setzet, die Linie ſey eingetheilet in4 gleiche Theile. Wenn ihr einen von denſelben zurEins machet, und die Laͤnge der gantzen Linie mit ihmvergleichet: ſo heißt die Linie 4, und ihr betrachtetdie Lange als eine Zahl. Setzet abermals, die Linieſey eingetheilet in 5 gleiche Theile. Wenn ihr einendavon zur Eins machet/ und die Laͤnge der gantzen Li-nie mit ihr vergleichet; ſo heißt die Linie 3 und ihrbetrachtet ihre kaͤnge abermals als eine Zahl. Wie-derum ſetzet, die Linie ſey eingetheilet in 13 gleicheThelle, und vergleichet ihre gantze Lange mit einem ſol-chen Theile, ſo heißt ſie 13, und ihr betrachtet dieſelbeals eine Zahl. Hieraus ſehet ihr, daß die Laͤngeeiner Linie durch unzehlich viel Zahlen große und klei-ne ausgeſprochen werden kan, nachdem ihr nemlicheinen großen oder kleinen Theil derſelben zur Einsannehmet. Wenn ihr nun keinen gewiſſen Theil ſe-tzet, mit welchem ſie verglichen werden ſoll; ſondernſie nur uͤberhaupt betrachtet in ſo weit ſie mit einer ge-wiſſen Eins kan verglichen werden: ſo ſtellet ihr euchdieſelbe als eine Groͤſſe vor. Und daher kommt es, daßburch die Buchſtaben⸗Rechen⸗Kunſt ſehr allgemeineWahrheiten erfunden werden: da hingegen die Re-chen⸗Kunſt nur eintzelne Exempel austechnet, undalſo ſtets mit eintzelnen Faͤllen zuthun hat.

Der 3. Zuſatz.

t. Alles, was wir in der Welt antreffenund in uns ſelbſt finden, hat in allem dem,was