1552 Anfangs ⸗Gruͤnde
was es wuͤrcklich iſt, und wovon ſich etwasgedencken laßt, ſeine Schrancken und laͤßtſich dannenhero mit andern Dingen vonſeiner Art vergleichen und darum als etwas,welches vermehret oder vermindert werdenkan, das iſt, als eine Groͤſſe(§. 6,) betrach-ten. Derowegen erſtreckt ſich die Buchſtaben-ben⸗Rechen⸗Kunſt und Algebra auf alle end-lichen Dinge, und fuͤhret uns auf einen deutli-chen Begriff von ihrer Endlichkeit.
Die 3. Anmerckung.
12. Es kan keine vollkommenere Erkenntniß ge-dacht noch verlanget werden, als wenn man vonder Endlichkeit der Dinge einen deutlichen Begriff er-langet hat: welches ich bey anderer Gelegenheilklar und deutlich ausfuͤhren will. Daher dienet dieAlgebra, zu einer vollkommenen Erkennt niß der Dingezugelangen, und ohne ſie wuͤrde es in den meiſten Fal-len unmoͤglich geweſen ſeyn, ſelbige zuuͤberkommen.
Der 4. Zuſatz.
13. Weil die Groͤſſen undeterminirteZahlen ſind(F. 9), ſo kan man auch keineandern Veraͤnderungen, als wie mit Zah-len, mit ihnen vornehmen, und daher ſieentweder zuſammen addiren, oder von ein-ander ſubtrahiren, oder in einander mul-tipliciren, oder durch einander dividiren, ,, 21, 2 Arithm.).
Die 4. Anmerckung.
14. Gleichwie ihr aber mit Zahlen keine Rechnungvornehmen koͤnnet, ihr muͤſſet euch vorher dieſelbendurch gewiſſe Zeichen vorſtellen: eben ſo wird in derAlgebra erfordert, daß ihr fuͤr die Groͤſſen gewiſſeZeichen erſinnet, Der