der Algebra. 1553
Der 1. willkuͤhrliche Satz.
15. Man benenne die gegebenen Groͤſ-ſen jederzeit mit den erſten Buchſtabendes Alphabets, 4, b, c, d u. ſ. w. dieunbekanten aber, welche man ſucht, mitden letzten, x,, z.
Die 1. Anmerckung.
16. Wie ſich die Groͤſſen dem Verſtande zu erkennengeben, ſo muͤſſen ſie auch durch die Zeichen von einan-der unterſchieden werden. Nun ſtellen ſie ſich in denalgebraiſchen Aufgaben jederzeit dem Verſtande vor,entweder als gegebene, das iſt, bekant gemachte, oderals geſuchte, das iſt, noch unbekante Groͤſſen: Dero-wegen muß man auch durch die Zeichen unſerer Ein-bildungs⸗Kraft dieſen Unterſcheid klaͤrlich vorſtellen.Denn ſonſt waͤre Gefahr, daß man das Unbekante mitdem Bekanten verwechſelte, und daher in Irrtumverfiele.
Die 2. Anmerckung.
17. Es waͤre bey der Benennung der Groͤſſen nochgar viel zuerinnern. Denn, wenn ſie geſchickt und zudem Erfinden dienlich ſeyn ſoll, ſo muͤſſen die Zeichenalle gegebene relationes der bedeuteten Dinge gegen-einander andeuten. Z. E. Wenn eine von den unbe-kanten Groͤſſen dreymal ſo groß iſt als die andere, unddie kleinere heißt x; ſo nennet man die groͤſſere lieber3 als). Allein, ich wuͤrde den Anfaͤngern nicht die-nen, wenn ich ſie mit vielen Regeln auf einmal uͤber-haͤufte. Und halte es dannenhero fuͤr rahtſamer, daßich es inskuͤuftige lieber durch Exempel lehre, und dieRegeln nach und nach gleichſam unvermerckt und oh-ne Muͤhe beybringe. f.
Der 2. willkuͤhrliche Satz.
18. Das Seichen der Addition iſt,
der Subtraction aber— Jenes wird
(of Matheſ. Tom, 1%. Fffe ff durch